Ende einer Ära

Chor spielt zum letzten Mal - nach 60 Jahren ist Schluss

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Der Posaunenchor spielt zum letzten Mal.

Oberbrügge - Fröhlich und traurig zugleich  war der Neujahrempfang der Evangelischen Kirchengemeinde in Oberbrügge. Ein Chor verkündete sein Ende.

Der Neujahrsempfang der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge bildet traditionell den Auftakt zu den Jahresveranstaltungen. So konnte Pfarrer Thomas Wienand auch am Sonntag nach dem Gottesdienst nicht nur Gemeindemitglieder begrüßen, sondern auch Vertreter der anderen Kirchen, den Löschzug Oberbrügge, Politiker und Menschen, die sich in Vereinen engagieren. 

Als „klein aber fein“ werde die Gemeinde manchmal bezeichnet, sagte Wienand zur Begrüßung. Nehme man die Mitgliederzahl, die Zahl der Gottesdienstbesucher, die Zahl der Kreise und Mitarbeiter sei das richtig, räumte er ein. Doch die Menschen seien immer wieder dankbar für das, was sie in den Veranstaltungen erleben.

Höhepunkte der Oberbrügger

Als besondere Höhepunkte des vergangenen Jahres erwähnte er unter anderem das Konzert der Don Kosaken, den Jubiläumsgottesdienst aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Kirchenanbaus, den Kabarettabend mit Fabian Vogt und den Abendgottesdienst mit den Eheleuten Schlitter zum Fall Mirko. Darüber hinaus erinnerte er an die Konfirmationen, die Teilnahme am Kirchentag in Dortmund, das Sommercafé, die Weihnachtswerkstatt sowie die Aktivitäten im Dorf, bei denen die evangelische Kirche mitwirkte. „Dies ist nicht möglich ohne all diejenigen, die nach wie vor treu unter großem Einsatz ihrer Gaben und Zeit in unserer Gemeinde mitarbeiten“, betonte Wienand. 

Beim Neujahrsempfang trafen sich Dorfbewohner und Gäste bei Sekt und Häppchen.

Wienand rief auch die Bands und Chöre in Erinnerung, die nach Oberbrügge gekommen waren, um Gottesdienste mitzugestalten. „Beim Danken müsste ich jetzt die Runde machen und fast jedem die Hand schütteln“, sagte er. Eine Gruppe wurde beim Neujahrsempfang besonders hervorgehoben: der Posaunenchor. „Wir wollen heute feiern und fröhlich sein, aber gleichzeitig empfinde ich Wehmut und Abschiedsschmerz.“ Denn die Musiker spielten zum letzten Mal. Der Chor löst sich auf. 

Nach mehr als 60 Jahren ist Schluss

Damit endet eine Ära von mehr als 60 Jahren. „Ihr seid kein Posaunenchor wie jeder andere. Was euch auszeichnet sind die hohe Qualität und viele moderne Stücke“, würdigte Pfarrer Thomas Wienand den Posaunenchor. Der evangelische Posaunenchor Oberbrügge übernahm auch bei vielen städtischen Veranstaltungen die musikalische Begleitung. 

Deshalb ließ es sich auch Bürgermeister Michael Brosch in seinem Grußwort nicht nehmen, sein Bedauern über das Ende des Posaunenchores auszudrücken. Musikalisch eindrucksvoll verabschiedete sich der Posaunenchor mit dem Largo aus der neuen Welt von Antonin Dvorak. Auch beim Ensemble um Chorleiter Heribert Janz herrschte Traurigkeit. Deshalb verließen die Bläser kurz darauf den Neujahrsempfang.

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