Chemiecontest an der Realschule

Die Teilnehmer konzentrieren sich gut, um Fehler während der Versuche zu vermeiden. Peuckert

HALVER ▪ Im Chemieraum der Realschule rauchten jetzt nicht nur ein paar Versuchskerzen, sondern auch die Köpfe der Siebtklässler, die alles daran setzten, möglichst viele Punkte beim Chemiecontest zu erreichen. Bereits zum fünften Mal hatten sich Schüler der neunten Jahrgangsstufe knifflige Aufgaben für die Teilnehmer überlegt.

Zunächst stand ein theoretischer Teil an. Während eine Uhr im Hintergrund durch ihr Ticken die ablaufende Zeit angab, grübelten die Mädchen und Jungen über die Antworten der insgesamt 29 Fragen nach: Erkläre, warum es sich kalt anfühlt, wenn Benzin von Raumtemperatur auf deine Haut kommt. Was ist eine Legierung? Welche drei charakteristischen Eigenschaften haben alle Metalle? Und: Warum ist das Schmelzen von Eis keine chemische Reaktion? Nach der Beantwortung der Fragen konnten die Teilnehmer kurz Luft holen, und sich auf den zweiten, den praktischen Teil vorbereiten.

Erstmals war der Wettbewerb 2008 an den Start gegangen. Entstanden war die Idee durch chemieinteressierte Neuntklässler, die gerne eine Projektarbeit machen wollten. „Die Schüler bereiten den Contest gedanklich und praktisch vor und werten alle Aufgaben auch selber aus“, erklärte Renate Reinecke, die als Chemielehrerin am Mittwoch ein wachsames Auge auf die Teilnehmer warf. Für Fragen der Siebtklässler stand sie jedoch nicht zur Verfügung. Und so lautete ihre Antwort bei jedem Fragenversuch: „Ich bin eigentlich gar nicht hier.“

Karoline Riedel, Ricardo Marx, Marvin Schwing, Robin Dahlhaus, Phillip Willer und Simon Tepasse aus der neunten Stufe beobachteten die Versuche ihrer Schützlinge am Mittwoch ganz genau. So galt es in der ersten Aufgabe, in sechs aufeinanderfolgenden Reagenzgläsern einen Regenbogenverlauf blau-grün-rot zu erzeugen. Die Schwierigkeit hierbei bestand unter anderem darin, mit den zur Verfügung gestellten Flüssigkeiten auszukommen. „Wir wollen sehen, wie ökologisch die Teilnehmer mit ihren Materialien umgehen“, erklärte Simon Tepasse.

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hatte er schon vor Wochen mit den Vorbereitungen für den Wettbewerb begonnen. „Wir haben die Arbeit im Team erledigt. Jeder hat das gemacht, was er konnte“, berichtete der Neuntklässler. Vor der Erstellung der Aufgaben hätten sich die Organisatoren bei den Chemielehrern erkundigt, was im Unterricht der siebten Klasse dran war. „Danach haben wir dann die Fragen erarbeitet“, erläuterte Karoline Riedel.

Im zweiten Versuch standen am Mittwoch die Eigenschaften von Kohlenstoffdioxid im Mittelpunkt. Die Aufgabe lautete: „Baue aus den Teilen im roten Kasten einen Kipp‘schen Apparat. Erzeuge damit durch Salzsäure und Caliumcarbonat Kohlenstoffdioxid und fange es in einem Behälter auf. Beweise mit Hilfe einer Kerze zwei Eigenschaften von Kohlenstoffdioxid.“ Eifrig machten sich die Teilnehmer an den Versuchsaufbau.

Ob sie alle Aufgaben richtig gelöst haben, erfahren sie, wenn die Organisatoren des Chemie-Wettbewerbs Pokale und Urkunden an die erfolgreichen Teilnehmer überreichen. ▪ Jana Peuckert

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