Experimente für kluge Köpfe

+
Beim „Chemie-Contest“ konnten die Schüler der siebten Klassen der Realschule vier verschiedene Experimente durchführen. Der Wettbewerb soll den Teilnehmern, ohne Leistungsdruck, den Spaß an Naturwissenschaften vermitteln.

Halver - 16 Realschüler der siebten Klassen experimentieren kurz vor den Ferien im Rahmen des „Chemie-Contest“. Hilfe und Unterstützung gab es für sie von Schüler der neunten Klasse. Mit Standzylindern, Bunsenbrennern und der Hilfe von Kohlenstoffdioxid-Gas durften sie Metalle erkennen oder mussten bestimmte, zusammengefügte Stoffe voneinander trennen.

„Den ersten Chemie-Wettbewerb gab es bereits im Jahr 2008“, erklärte Reinicke, die die Idee damals entwickelt hatte. „Ich bin der Meinung, es gibt für alle möglichen Sachen, sei es Sport oder Singen, Wettbewerbe, nur die Naturwissenschaften kommen oft zu kurz. Dabei können sie ebenso spannend sein“, so die Lehrerin für Chemie und Biologie. So entstand vor sechs Jahren der erste „Chemie-Contest“ an der Realschule Halver. Den gestrigen Termin, zwei Tage vor Beginn der Sommerferien, war bewusst gewählt worden, da zum Zeitpunkt die Schüler keinerlei schulische Verpflichtungen mehr hätten und auch keinerlei Leistungsdruck ausgesetzt seien. „Die Schüler sollen ohne Druck, aber mit Spaß teilnehmen, experimentieren und neue Erkenntnisse sammeln“, so Reinicke während des großen Treibens im Chemieraum der Realschule Halver.

Tristan Wengenroth sowie Moritz Turck, beide aus der Jahrgangstufe neun, waren tatkräftig an der Vorbereitung zum Wettbewerb beteiligt und hatten vorab die vier Experimente, die die Schüler machen mussten, getestet. „Wir hatten bereits vor zwei Jahren mitgemacht und fanden den Wettbewerb super. Dieses Jahr wurden wir gefragt, ob wir helfen wollten und haben direkt zugesagt“, so Wengenroth auf die Frage nach ihrer Motivation zur Organisationshilfe. Die Vorarbeit der Schüler, die in Eigenregie nach Schulschluss durchgeführt wurde, hatte rund 25 Arbeitsstunden in Anspruch genommen. „Viele der Teilnehmer wollen zwei Jahre später als Betreuer den Wettbewerb begleiten. Toll ist, dass auch immer mehr Mädchen an dem Wettbewerb teilnehmen möchten“, erzählte Reinicke.

Bei den Aufgaben mussten die 16 Schüler, je acht Mädchen und acht Jungen, in Zweierteam gemeinsam agieren und Köpfchen beweisen. So galt es fünf verschiedene Stoffe (Eisen- und Holzspäne, Sand, Salz und Bleikugeln), die in einem Becher zusammen vermischt waren, zu trennen. Dies gelang nur durch den Einsatz von Filter, Sieb oder dem klassischen Magneten.

Bei einer weiteren Aufgabegalt es, mit Hilfe von Bunsenbrenner und Magnesiumstäben verschiedene Metallpulverproben zu untersuchen und zu bestimmen. Dies gelang anhand der Flammenfärbung, die von blau-grün über dunkelrot bis orange wechselte. „Das glüht eindeutig rot-orange. Es ist also Lithium“, beschrieb eine Schülerin staunend.

Ob die vier Experimente gefährlich seien? „Nein, denn wir achten darauf, dass alles gefahrlos passiert. Das Gas bei den Experimente ist Kohlenstoffdioxid und für die Jugendlichen absolut ungefährlich“, wusste die Pädagogin zu beruhigen. - Benny Finger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare