B54, B229 und Heerweg betroffen

Verkehrschaos im Volmetal: Umleitung sorgt für lange Warterei

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Schulweg im Nebel: Die meisten Autofahrer verhielten sich rücksichtsvoll, waren ohne Kinder in Sichtweite häufig zu schnell.

Kreisgebiet - Das Ende der Herbstferien und die damit steigende Verkehrslast haben am Montagmorgen zu chaotischen Verkehrsverhältnissen auf der Heerstraße geführt.

Die Heerstraße, Landesstraße 892, zwischen Halver und Oberbrügge ist seit Beginn der Herbstferien Umleitungsstrecke für die Bundesstraße 229. Am Montag in den Morgenstunden war sie über Kilometer zugestaut über 2,8 Kilometer von der Einmündung auf die Bundesstraße 54 bis zeitweise oberhalb Schmidtsiepen. 

Der Weg zur Arbeit von Halver bis zur B54 dauerte allein durch den Vollstau eine halbe Stunde länger. 20 Minuten habe sie von der Vömmelbach bis zur Volmestraße gebraucht, berichtet eine Anwohnerin auf Facebook. 

Nadelöhr an Baustellenampel

Ab 7.20 Uhr spitzte sich die Situation zu. Gegen 8 Uhr war zumindest der Auslöser ausfindig gemacht worden: Nadelöhr ist die Baustellenbeampelung an der Aral-Tankstelle Klapperich an der Kreuzung von Tal- und Volmestraße, B54 und B229. Die Grünphase in Fahrtrichtung Lüdenscheid ist extrem kurz, sodass Pendler aus Halver beziehungsweise Meinerzhagen/Kierspe sowie der Durchgangsverkehr, der sonst von Halver über Brügge fließt, sich dort vor der kurzen Grünampel wiederfand. Damit wiederum staute sich der Verkehr 2,2 Kilometer zurück bis Rhadermühle und blockierte die Linksabbieger, die aus Oberbrügge auf die Volmestraße wollten. 

Auch die Buslinien standen im Dauerstau, sodass Schulkinder auf dem Weg nach Lüdenscheid beziehungsweise Meinerzhagen und Kierspe lange auf ihren Bus warten mussten. Ziel ist jetzt, die Situation an der Kreuzung der Bundesstraße im Volmetal durch eine längere Grünphase zu entschärfen. In Lüdenscheid in Rede stand gestern auch eine „Ampelstörung“. Im Verlauf des Tages hätten sich die Schaltzeiten normalisiert. 

Angespannte Schulwegsituation

Angespannt in Oberbrügge ist erwartungsgemäß die Schulwegsituation für Kinder, die die Grundschule in Oberbrügge besuchen und dazu die Heerstraße queren müssen. Die Polizei Halver will während der Bauphase auf der B229 dort aktiv Schulwegsicherung betreiben. Während die Querungssituation auf dem Fahrstreifen Richtung Volmestraße aufgrund des Staus am Montag unproblematisch war, nutzen in der Gegenrichtung Pkw-Fahrer die freie Bahn Richtung Karlshöhe für deutlich überhöhte Geschwindigkeiten trotz Tempolimit auf 30 km/h insbesondere im Bereich der Überwege. 

Chaos auf der Heerstraße

Als problematisch erwies sich auch die Taktung der Bauarbeiten auf Halveraner Stadtgebiet, wo am Montag mit dem nächsten Bauabschnitt der Deckensanierung der Bundesstraße zwischen Kreisverkehr und Einmündung Falkenstraße begonnen wurde. Angekündigt worden war die Sperrung für 7 Uhr, doch bereits um 6.40 Uhr soll die Durchfahrt dicht gewesen sein. Wer hoffte, noch vor Baustelleneröffnung und Sperrung die Innenstadt auf kurzem Weg zu erreichen, stand damit vor den Absperrungen und musste den Umweg über Brügge und Oberbrügge in Kauf nehmen. 

Laufender Bauabschnitt bis Donnerstag

Der nun laufende Bauabschnitt erstreckt sich zeitlich bis Donnerstagabend. Am Freitag, Samstag und Sonntag werden die B229 durchgängig zwischen Halver und Lüdenscheid-Brügge befahrbar sein. Ab kommenden Montag, 4. November, gilt dann wieder die Vollsperrung im nächsten Abschnitt ab der Einmündung Falkenstraße mit Durchfahrtverbot – außer für die direkten Anlieger innerhalb dieses Baustellenbereichs.

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