Campingclub Glörfeld feiert Fest zu 50-jährigem Bestehen

Am Verkaufsstand der Kinder gab es Seife, Marmelade, Badekugeln und Duftsäckchen. Das eingenommene Geld durften sie für sich behalten.

Halver - Seit 50 Jahren ist der Campingplatz Glörfeld bei Halver Heimat für all jene, die in der Natur entspannen, aber auf nette Gesellschaft nicht verzichten möchten. Das runde Jubiläum feierten die Camper um Peter Erlenhöfer, der die Geschicke des Campingclubs als Vorsitzender leitet, am Wochenende mit einem zweitägigen Fest auf der Anlage.

Ein Teil der Einnahmen, zum Beispiel aus dem Verkauf der 1250 Tombola-Lose, die den Käufern eine Chance auf 400 attraktive, von heimischen Einzelhändlern und Unternehmen zur Verfügung gestellten Preisen boten, kommt dem Kinderhospiz Balthasar in Olpe zugute.

Ehrenurkunde für Gründungsmitglied

Der Campingclub ist stolz auf seine Mitglieder, die nicht nur aus der näheren Umgebung rund um Halver, sondern unter anderem auch aus Hagen, Wuppertal oder dem Ruhrgebiet kommen und die ungezwungene Atmosphäre in der Anlage genießen.

Peter Erlenhöfer (rechts) zeichnete Herbert Brink als einziges im Club verbliebenes Gründungsmitglied mit einer Ehrenurkunde aus.

Zum Fest anlässlich des 50-jährigen Jubiläums war auch das einzige noch im Club verbliebene Gründungsmitglied Herbert Brink gekommen, der aus den Händen von Peter Erlenhöfer eine Ehrenurkunde sowie eine ordentliche Anzahl Wertmarken zum Verzehr und zur Nutzung auf dem Fest überreicht bekam.

Der Erlös der 1250 Lose ist für einen guten Zweck.

In der „Scheune der Geschichte“ waren nicht nur zahlreiche Fotografien aus 50 Jahren Campingleben in Glörfeld ausgestellt, sondern es wurde auch ein gut einstündiger Film gezeigt, der einst anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von einem Mitcamper auf Super 8 gedreht worden war.

In der Scheune bedankte sich dann auch der Verpächter „Kalla“ Wehberg beim Verein für die langjährige Treue und überreichte Peter Erlenhöfer stellvertretend für den Verein eine Topfpflanze.

Künstler Anastasios Panagiotidis aus Lüdenscheid präsentierte seine Skulpturen aus Metallschrott.

Auf dem Gelände erwarteten die Gäste zahlreiche Überraschungen und Attraktionen. So war zum Beispiel der Lüdenscheider Künstler Anastasios Panagiotidis zu Gast, der aus Metallschrott überdimensionale Tierskulpturen herstellt.

Die Kinder der Campinganlage boten zahlreiche selbst hergestellte Produkte an, darunter Marmelade, Seife, Badekugeln, Badesalz und Duftsäckchen. Vor Ort bauten sie zudem mithilfe einiger Erwachsener Nistkästen für Vögel sowie Fledermausquartiere, die ebenfalls erworben werden konnten.

Jessika Rapkewitz zeigt ein Fledermausquartier. Die Besucher konnten solche Nistkästen beim Geburtstag des Campingclubs bauen.

Schließlich kamen auch die Liebhaber klassischer Automobile und landwirtschaftlicher Fahrzeuge auf ihre Kosten, denn viele Teilnehmer hatten Oldtimer-Limousinen und -Traktoren mit in die Anlage gebracht. Besonders viele Schmuckstücke – zum Beispiel ein Renault Monsix aus dem Jahr 1929 – kamen aus der umfangreichen Sammlung von Thomas Sattler aus Glörfeld.

Mit einem kuriosen, aber modernen Gefährt kam dagegen das ehemalige Mitglied Erich Ifang zur Jubiläumsfeier. Sein elektrischer Kabinenroller aus Asien bringt 47 km/h auf die Straße und fährt mit einer Aufladung rund 70 Kilometer weit, bevor er wieder an die Ladestation muss.

Nico Schmoll kam von 80 Kilometern weit her mit seinem Traktor Kramer KL 180 von 1957/58 zum Jubiläumsfest auf dem Campinglatz Glörfeld.

Weiteste Anreise mit 80 Kilometern

Die weiteste Anreise zum Fest mit etwa 80 Kilometern hatte dagegen Nico Schmol, der mit seinem Traktor Kramer KL 180 von 1957/58 aus Brachbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) angereist war.

Auf dem Platz sind derzeit noch 20 Stellplätze für Dauercamper frei. Diese kosten im Jahr 290 Euro zuzüglich Strom. Interessierte wenden sich an Peter Erlenhöfer, Tel. 01 72 / 1 57 98 73.

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