Café, Dorfladen, Kita: Sentiris präsentiert Pläne

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Volles Bürgerhaus in Oberbrügge. Das Haus Waldfrieden, künftig Sentiris e. V., präsentierte seine Planungen für den Ortsteil Oberbrügge, zu denen ein Dorfladen, ein Seniorencafé, die Trägerschaft des Kindergartens und mittelfristig auch Betreutes Wohnen gehören.

Halver - Der Verein Demenz-Kompetenz-Zentrum-Waldfrieden, der sich zukünftig in Sentiris umbenennen wird, möchte sich in umfassender Weise mit verschiedenen sozialen Projekten in Oberbrügge und Ehringhausen engagieren.

In diesem Ortsteil der Stadt Halver leben derzeit rund 2200 Menschen, wobei es zwar eine Vielzahl von Vereinen, einen Hausarzt, eine Grundschule sowie eine Kindertagesstätte gibt, jedoch keine expliziten Beratungs- und Betreuungsangebote sowie Wohnformen für Seniorinnen und Senioren. Auch die Möglichkeit eines umfangreichen Einkaufs ist vor Ort derzeit nicht gegeben.

Mit insgesamt vier Projekten, die am Freitagabend bei einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Oberbrügge vorgestellt wurden, möchte sich Sentiris nun ab 2017 im Ortsteil engagieren. Die Resonanz auf diese Einladung war sehr groß. Die beiden Referenten Kristian Hamm (Projektleiter) und David Buck (Finanzen und Förderung) begrüßten so viele Gäste, dass nahezu alle Stühle im Bürgerhaus besetzt waren. Auch Bürgermeister Michael Brosch informierte sich über die vielversprechenden Projekte.

Zum einen wird es voraussichtlich ab Februar 2017 ein Dorfcafé in Oberbrügge geben. Neben einem klassischen Cafébetrieb sowie unterschiedlichen Angeboten, die sich an alle Einwohner des Ortsteils richten, gehen die Initiatoren dabei auf Seniorinnen und Senioren besonders ein.

Ältere Menschen werden es zudem zu schätzen wissen, dass es im gleichen Gebäude – der genaue Standort steht derzeit noch nicht fest – einen Dorfladen geben wird. „Da es uns in diesem Zusammenhang wichtig ist, ein umfassendes Sortiment an Waren zu bieten, arbeiten wir mit Edeka Offermann in Wipperfürth zusammen“, erklärt David Buck. „Zwar können wir auf kleiner Fläche nicht alles vor Ort anbieten, was ein großer Supermarkt vorrätig hat, dafür wird aber die Bestellung von Produkten möglich sein, die dann einmal in der Woche ausgeliefert werden“, so Kristian Hamm. Die bestellten Waren können dann entweder im Café abgeholt oder für einen geringen Aufpreis direkt an den Kunden geliefert werden. Die Lieferung innerhalb Oberbrügges wird durch ehrenamtliche Mitarbeiter erfolgen.

Außerdem übernimmt der Verein Sentiris voraussichtlich im August 2018 die Trägerschaft für die Kindertagesstätte Oberbrügge, die bisher beim Bistum Essen liegt. Bei der Neugründung wird der Kindergarten voraussichtlich in die Räume der Grundschule Oberbrügge verlegt.

Das vierte Projekt, das der Verein umsetzen möchte, ist die Einrichtung von Wohnformen für Seniorinnen und Senioren mit Betreuungsbedarf inklusive der Tagespflege im Stadtteil. „Unser Ziel ist es, mit all diesen Angeboten die Lebensqualität für alle Menschen in Oberbrügge langfristig und nachhaltig zu erhalten und zu steigern“, meint Kristian Hamm. Insbesondere auch älteren Menschen soll die Möglichkeit gegeben werden, länger in ihrem gewohnten Ortsteil und in ihrer Umgebung bleiben zu können, auch wenn sie nicht oder nicht mehr so mobil sind wie früher.

Abschließend riefen die beiden Referenten die Bürger des Ortsteils Oberbrügge-Ehringhausen dazu auf, sich ehrenamtlich in den Projekten entweder kontinuierlich oder sporadisch zu engagieren. „Jeder kann mit seinen Fähigkeiten mit dazu beitragen, dass Oberbrügge lebens- und liebenswert bleibt“, betonte Kristian Hamm.

Weitere Infos über die Projekte beim Vorsitzenden des Vereins Sentiris, Bernd Lauermann (Tel.: 0 23 53 / 6 66 11 11), Kristian Hamm (Tel.: 0 23 51 / 6 66 11 94) und David Buck (0 23 53 / 6 66 11 18).

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