Kutzehr verlässt Einrichtung

Bürgerzentrum im Umbruch

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Das Bürgerzentrum befindet sich im Umbruch.

Halver - Das Bürgerzentrum am Park steht vor einem Umbruch. Klar ist auf jeden Fall, dass es nicht mehr lange „am Park“ arbeiten wird.

Angedacht ist bislang der Umzug in frei werdende Räume in der Ganztagsschule, die im Jahr 2019 auslaufen wird. Ein neuer Standort wurde am Montag in der Ratssitzung durch Dr. Sabine Wallmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der UWG, ins Gespräch gebracht: Danach könnte das Bürgerzentrum in der Stadtbücherei Halver untergebracht werden.

Mittelfristiges Ziel für die Stadt ist die Vermarktung der Flächen. Das Bürgerzentrum wie auch die benachbarte Immobilie Von-Vincke-Straße 24 liegen stadtzentral, sind aber von der Bausubstanz her hinfällig.

Auch personell steht ein Wechsel bevor. Sandra Kutzehr, Leiterin der Einrichtung seit 2011, verändert sich zum Jahresende beruflich und geht zum Kirchenkreis Leverkusen. Dies habe sie den beteiligten Vereinen und Verbänden beim Nutzertreffen in der vergangenen Woche bekanntgegeben, bestätigte sie auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Über die Nachfolgeregelung sei noch nicht entschieden, sagt dazu Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste bei der Stadtverwaltung Halver. „Wir arbeiten daran, die Nachfolge zu organisieren.“

Suche nach Standort

Der Standortwechsel für das an der Von-Vincke-Straße etablierte Bürgerzentrum steht voraussichtlich 2018 an. Für die Ganztagsschule an der Mühlenstraße sprächen die ausreichenden Raumkapazitäten, die in den Teilen des Gebäudes vorhanden seien, die nicht mehr für schulische Zwecke benötigt würden. Der barrierefreie Zugang sei vom Parkplatz aus möglich. Mit geringem baulichem Aufwand ließe sich dort ein abgetrennter eigener Bereich schaffen, und dies decke sich auch mit konzeptionellen Überlegungen, welche ein innerhalb des Bürgerzentrums arbeitendes Gremium entwickelt und der Stadt bereits vorgestellt habe, gibt Gehring den Stand der Überlegungen wieder.

Von Vorstoß „sehr überrascht“

Ungeachtet dessen werde man auch den Vorschlag der UWG prüfen, der in der Haushaltsrede „sehr überraschend“ aufgetaucht sei. Doch man sei „für sinnvolle Vorschläge offen“, sagt Gehring weiter. Barrierefrei erreichbar sei dort allerdings nur das Erdgeschoss.

Unbeantwortet bleibe allerdings bei dieser Option die Zukunft der Stadtbücherei. Einen alternativen Standort hatte Dr. Wallmann nicht ins Gespräch gebracht. Für Gehring wirft sich damit die Frage auf: „Wie stellt sich die Bücherei künftig auf?“ Er halte die Stadtbücherei mit ihren guten Ausleihzahlen keineswegs für ein Auslaufmodell oder „Medienlager“, wie Dr. Wallmann es dargestellt hatte. Der Zugang zu Büchern bleibe wichtig für die Allgemeinheit.

 

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