Halvers Schuldenuhr läuft zum ersten Mal rückwärts

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Kämmerer Markus Tempelmann freuen sich, dass die Schuldenuhr im Rathaus erstmalig „rückwärts“ läuft. Jeder Sekunde verringert sich die Last um 12 Cent. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Es ist eine Premiere: Zum ersten Mal seit fünf Jahren, als der ehemalige Kämmerer Gordon Sobbeck die Schuldenuhr im Rathaus installieren ließ, läuft diese rückwärts, zeigt für Halver bei der Zunahme ein „-12 Cent“ pro Sekunde an.

„Das ist eine erfreuliche Nachricht“, freut sich Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, dass sich die Einsparbemühungen der Stadt bemerkbar machen würden. Der zweite Grund für diese positive Entwicklung sei die gute Situation bei den Steuereinnahmen. Mehr als zehn Millionen Euro seien in diesem Jahr in die Stadtkasse geflossen.

Kämmerer Markus Tempelmann relativierte aber gleich: Bei den Steuereinnahmen gebe es eine Reihe von Einmaleffekten, mit denen im kommenden Jahr nicht zu rechnen sei. Hinzu komme, so rechnete der Kämmerer weiter, dass in 2013 rund 1,5 Millionen Euro weniger an Schlüsselzuweisungen nach Halver fließen werden.

Die Stadt klage zwar gegen diese Kürzung der Zuweisungen, doch ob dies erfolgreich sein wird, sei natürlich offen. „Allein bei den Schlüsselzuweisungen und den Gewerbesteuereinnahmen werden uns vier bis fünf Millionen Euro fehlen“, machte Markus Tempelmann gestern deutlich, dass es sehr schwierig sein werde, die Schuldenuhr auch im nächsten Jahr rückwärts laufen zu lassen. Der Kämmerer geht erst einmal von neuen Schulden aus, die in 2013 gemacht werden müssen. Schließlich schließe der Haushaltsplan mit einem Defizit von 3,6 Millionen Euro ab.

Der Bürgermeister zeigt sich mit Blick auf den Etat für das Jahr 2018, der – bedingt durch den Stärkungspakt – ausgeglichen sein soll, zuversichtlich. Dann würde der Schuldenstand in Halver allein aufgrund der Abschreibungen weiter abnehmen.

Vor einem halben Jahrzehnt war auf Initiative des damaligen Kämmerers die Uhr im Foyer des Rathauses eingebaut worden – bei einem Schuldenstand von 24,2 Millionen Euro (zum 31. Dezember 2007). In den Folgejahren stieg diese Summe auf 26,4 Millionen, 31,4 und 35 auf 36,4 Millionen Euro am 31. Dezember 2011. In diesem Jahr, so lautet der Schuldenstand zum Jahresende, sinkt die Zahl um vier auf 32,4 Millionen Euro.

Das liege natürlich auch mit daran, so Markus Tempelmann, dass einige Maßnahmen in diesem Jahr von der Stadt nicht angepackt worden seien.

Auch wenn es im kommende Jahr schwierig werde, den Schuldenstand noch weiter abzubauen, zeigen sich Bürgermeister Bernd Eicker und Kämmerer Markus Tempelmann auch ein wenig stolz, soll dieser Trend doch kontinuierlich fortgeführt werden. ▪ Det Ruthmann

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