Sorge um Regionale 2025

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Halver - Die Bürgermeister der Volmekommunen blicken aufmerksam nach Europa. Denn noch bevor die erste Idee zur Regionale 2025 entwickelt, nicht einmal ein Planungsbüro beauftragt ist, scheinen sich die Vorzeichen der Finanzierung zu wandeln.

Durch den Brexit und neue Prioritäten wie Grenzsicherung und Fluchtursachenbekämpfung könnten die Mittel der Europäischen Union knapp werden. Und die EU spielt im Strukturförderprogramm eine große Rolle. In Panik verfallen aber weder Michael Brosch, Bürgermeister in Halver, noch sein Schalksmühler Amtskollege Jörg Schönenberg. „Wir kennen die Projekte ja noch nicht“, sagt Brosch mit Blick auf einen möglichen Ausfall. Doch wenn der Topf für alle kleiner werde, könne sich das insgesamt auf das Vorhaben auswirken. 

„Viele Projekte nach vorne gebracht“ 

Der größte Teil der Gelder in der Region Oben an der Volme floss bei der vorangegangenen Regionale 2013 zwar aus Mitteln der Städtebauförderung durch Bund und Land. Trotzdem stehe er klar zu den Aussagen von Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens aus der Geschäftsführung der Südwestfalenagentur: „Wir müssen alles tun, damit auch die Regionale 2025 mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt wird“, heißt es in einer Stellungnahme gemeinsam mit dem heimischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese. „Die Regionale 2013 hat unsere Region durch viele innovative Projekte nach vorne gebracht. Dies war nur möglich, weil auch 30 Millionen Euro aus Mitteln der europäischen Wirtschaftsförderung in die Projekte geflossen sind.“ 

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat diesbezüglich am Donnerstag, 22. Februar, in ihrer Regierungserklärung gefordert, dass die EU-Strukturfonds weiterhin allen Regionen zukommen sollten. 

Völlig überrascht zeigte sich Schönenberg in Schalksmühle nicht. Das Problem sei bekannt gewesen und könne tatsächlich Auswirkungen haben. Doch die Regionale 2013 habe sich bewährt. Für ihn sei vorstellbar, dass Bund und Land bei der Finanzierung einspringen. Schönenberg empfiehlt, realistisch zu bleiben. Selbst wenn es Einschränkungen geben werde, bedeute das nicht, „dass alle Vorhaben von der Bildfläche verschwunden sind“. Im Ergebnis könnten Einschränkungen auch nur die Konzentration auf die wichtigen Dinge bedeuten. 

Die Erfahrungen aus der vorangegangenen Regionale hätten jedoch gezeigt, dass die dafür entwickelten Ideen in die Zukunft der Kommunen hineinreichten. Auf derartige Planungen zu verzichten, halte er vor diesem Hintergrund nicht für zielführend.

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