Bürgerbusverein gesteht Heinrich- Entführung

Silvia und Jürgen Blankenagel vom Bürgerbusverein haben sich nun zu Heinrichs Entführung zum kreisverkehr bekannt. - Foto Hoppe

HALVER -   Er war einfach entführt worden – aber nicht mit bösen Hintergedanken. Heinrich, die Betonfigur des ZWAR-Netzwerkes, war von seinem Platz am Alten Markt auf den Kreisverkehr „verschleppt“ worden (wir berichteten). Jetzt hat sich der Bürgerbusverein zur Entführung Heinrichs bekannt.

„Eine ziemlich spontane Entscheidung“ sei die Entführung der Figur gewesen, sagt Jürgen Blankenagel, Vorsitzender des Bürgerbusvereins. Mehr Aufmerksamkeit für Heinrich – das sei das Hauptmotiv für den heimlichen Umzug des Betonmannes gewesen. Jürgen Blankenagel und seine Frau Silvia packten Heinrich kurzerhand ins eigene Auto. Heinrich wurde auf die umgeklappte Rückbank gelegt, den Kopf auf der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen. Besonders einfach war das freilich nicht – schließlich wiegt Heinrich mehr als 50 Kilo. „Aber weil er sitzt, konnten wir ihn einfacher tragen“, so Jürgen Blankenagel.

Heinrichs Entführung war übrigens keine Nacht-und-Nebel-Aktion – es geschah am vergangenen Samstagnachmittag. Aufhalten wollte die Blankenagels bei der Heinrichs Entführung vom Alten Markt indes niemand. Stattdessen boten Passanten noch ihre Hilfe beim Transport an. „Wir hatten allerdings die Warnwesten an – wahrscheinlich sahen wir damit etwas offizieller aus“, vermutet Blankenagel, der sich beim Heben von Heinrich an dessen Beton-Haaren verletzte.

Damit sich die Initiatoren der „Aktion Heinrich“ keine Sorgen machten, riefen die Entführer bei Bärbel Meyrich an und versicherten, dass es Heinrich gut gehe. Am Donnerstag bekannten sich die „Täter“ des Bürgerbusvereins auch beim Treffen der ZWAR-Gruppe. Dort stießen sie allerdings nicht auf Unmut. „Die waren auch alle ganz angetan“, berichtet Silvia Blankenagel. Gestern hat Jürgen Blankenagel Heinrich erst mal gedreht. Nun schaut er in Richtung Eichholz. Etwa Mitte kommender Woche soll der Beton-Mann dann zu seinem nächsten Beobachtungspunkt umziehen. - svh

Von Svenja Hoppe

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