Halverscheider wehren sich gegen geplante Windräder

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Im Namen vieler Halverscheider überreichte Hans-Werner Schmidt (2.v.links) Bürgermeister Bernd Eicker die Liste.

Halver - Von Tür zu Tür war der Halverscheider Hans-Werner Schmidt in seinem Dorf gegangen, um Unterschriften gegen mögliche Windkraftanlagen vor Ort zu sammeln. Die Liste mit 60 Unterschriften überreichte er – zusammen mit weiteren Halverscheidern – am Dienstag dem Bürgermeister Dr. Bernd Eicker im Rahmen eines Treffens in der Dorfhütte.

„Wir als Dorf Halverscheid wollen keine Windräder vor unserer Tür und wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren“, positionierte sich Schmidt deutlich und vertrat damit die Meinung vieler seiner Nachbarn.

Lediglich eine Person habe sich im Rahmen der Unterschriftensammlung pro Windkraft im Dorf geäußert, so Schmidt. Geplant sei, wie den Halverscheidern in einer Informationsveranstaltung am 20. Mai mitgeteilt worden war, dass Betreiber im Süden und Norden von Halverscheid jeweils eine Windkraftanlage beim Märkischen Kreis beantragen wollen.

Bedenken bereits im Ausschuss geäußert

Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am vergangenen Mittwoch hatten die Bürger daraufhin ihren Standpunkt vertreten (wir berichteten). Ihre Ängste und Sorgen schilderten sie am Dienstag erneut dem Bürgermeister, der für die meisten Bedenken Verständnis zeigte.

In erster Linie gehe es um die eigene Gesundheit, die durch den Schall beeinträchtigt würde, sagten mehrere Halverscheider. Dazu kamen andere Argumente: „Es kommt zur schlagartigen Wertminderung unserer Häuser“, verdeutlichte Jutta Kessner.

Natur- und Artenschutz gehörten zu den öffentlichen Belangen, die der Kreis berücksichtigen muss, betonte Schmidt: „Wir haben bei uns in Halverscheid Greifvögel wie zum Beispiel den roten Milan, den Bussard und den Habicht. Aber auch Zugvögel fliegen genau über unser Dorf.“

Eicker will Argumentenliste weiterleiten

Ihre Argumente haben die beunruhigten Anwohner schriftlich festgehalten. Eicker versprach, das Dokument zusammen mit der Unterschriftenliste an die zuständigen Genehmigungsstellen weiterzuleiten.

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