Brosch: „Häuser nicht nur für Vakt schaffen“

Heiß diskutiert: Die Zukunft der Schieferhäuser an der Frankfurter Straße ist ungewiss. ▪ Weber

HALVER ▪ Die Zukunft der Schieferhäsuer an der Frankfurter Straße – sie ist ungewiss. Immer noch. Und wieder: Denn der Antrag der SPD-Fraktion bringt weitere Standorte ins Gespräch. „Es geht eben nicht darum, Häuser nur für Vakt zu schaffen“, sagt Fraktionschef Michael Brosch auf Anfrage des AA. Ein Kunstzentrum für alle vier Volme-Kommunen – das stehe hingegen im Fokus.

Er habe Verständnis, dass jeder seine Interessen vertritt. „Das darf aber nicht so weit gehen, dass Entscheidungsträger unter Druck gesetzt werden.“ Zudem sehe er auch keine Urheberschaft auf Seiten der Künstler, das Konzept könne seiner Meinung nach trotzdem verfolgt werden. „Ich finde die Sichtweise von Vakt sehr eng. Die gehe ich so nicht mit“, macht er deutlich.

Der Diskussionsprozess rund um die Standortfrage sei für den Sozialdemokraten der normale Verlauf. Dabei gehe es zum einen um die inhaltliche Auseinandersetzung und zum anderen um den geeigneten Standort.

Michael Brosch äußert nochmals seine Bedenken in Bezug auf die Schieferhäuser: „Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz, das ist eventuell mit Folgekosten verbunden.“ Der SPD-Fraktionschef meint zudem, es sei schwierig, den Menschen zu erklären, mehr als 1,2 Millionen Euro zu investieren. Die Häuser seien eng und bieteten nicht die idealen Bedingungen, zum Beispiel für große Kunstausstellungen.

Eine Erweiterung des Kulturbahnhofs biete hingegen viel mehr Möglichkeiten – und würde somit auch den unterschiedlichen Ansprüchen der Kunst- und Kulturgruppen der Volme-Kommunen gerecht werden.

Michael Brosch hofft aber, dass alle Beteiligten in Sachen Regionale 2013 doch noch an einem Strang ziehen werden. Denn im Prinzip, sagt er, sei man gar nicht so weit auseinander. „Wir wollen das Projekt doch alle in Gang bringen.“

Bürgermeister Bernd Eicker ist im Gespräch mit dem AA zuversichtlich, dass sich Vakt nicht endgültig aus dem Projekt zurückziehen wird. Er stehe zurzeit in Kontakt mit der Vorsitzenden Karin Schloten-Walther.

„Ich habe auch durchaus Verständnis dafür, dass Vakt irritiert reagiert, wenn nach zwei Jahren intensiver Planung neue, grundsätzliche Fragen auftauchen.“ Diese Irritationen habe demokratische Legitimation. Dennoch müsse man natürlich dem Ratsbeschluss folgen und Alternativen prüfen.

Eicker betont aber auch, dass Vakt nur ein Bestandteil des großen Ganzen sei. „Es gibt natürlich viele Vereine und Gruppierungen – wir wollen für alle die beste Lösung finden.“ ▪ Lisa Weber

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