Brandserie: Fünf Täter geschnappt

Die Täter, die dieses leer stehende Wohnhaus in Ehringhausen in Brand setzten, sind gefasst. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Aufgrund von aufmerksamen Zeugen konnte die Polizei jetzt eine Brandserie aufklären und am Mittwoch insgesamt fünf Tatverdächtige aus Oberbrügge, Schalksmühle und Lüdenscheid festnehmen. Es handelt sich dabei um einen 20-, zwei 18-, einen 16- sowie einen 14-Jährigen. Nicht zuletzt auch wegen des Gesamtsachschadens von rund 1,83 Millionen Euro waren vom Kriminalkommissariat 31 der Zentralen Kriminalitätsbekämpfung intensive Ermittlungen durchgeführt worden.

Zu der Serie zählt die Polizei den Brand des leer stehenden Wohnhauses in Ehringhausen am 3. Februar, den eines Firmengebäudes an der Osemundstraße in Kierspe am 13. März und des Anglerheims in Schalksmühle Ende vergangenen Monats. Der Sachschaden, der bei den drei Bränden entstand, wurde auf 80 000 Euro, 1,5 Millionen Euro und 250 000 Euro geschätzt.

Das Quintett der Tatverdächtigen, so die Ermittlungsergebnisse der Polizei, waren offensichtlich über Wochen gemeinsam mit Motorrollern, Quads und Autos – die teilweise auch aus Straftaten stammten – vorwiegend nachts im Volmetal unterwegs, um in verschiedenster Tatbeteiligung Straftaten zu begehen.

Die fünf Festgenommenen trafen sich zuerst in einer Wohnung eines Tatbeteiligten, um dann beispielsweise im März zur Firma „Plastika“ in Kierspe zu fahren. Dort setzten sie zunächst Mülltonnen in Brand, die dann auf das Firmengebäude übergriffen.

Für den Brand des leer stehenden Wohnhauses an der Heerstraße (Ortseingang Ehringhausen) konnten einer der 18- und der 20-Jährige verantwortlich gemacht werden. Wie die Beamten mitteilen, wurde vorhandenes Holz im Keller in Brand gesetzt, so dass das Gebäude vollständig ausbrannte.

Darüber hinaus stehen die Beschuldigten – die nicht immer als komplette Gruppe aktiv waren – im Verdacht, weitere Brände in Halver und im Volmetal gelegt und außerdem Eigentumsdelikte begangen zu haben. Dazu dauern die Ermittlungen noch an. Zudem sind die am Mittwoch Festgenommenen alle der Polizei einschlägig bekannt.

Im übrigen wurden die beiden 18-Jährigen gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen dem Haftrichter beim Amtsgericht Lüdenscheid vorgeführt. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an. Die drei anderen 14, 16 und 20 Jahre alten Täter wurden, so die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. ▪ Det Ruthmann

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