Ein Boule-Platz für Halver: Kleine Kugeln für mehr Gemeinschaft

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Halver - Es gibt bald etwas Neues in Halver. Thomas Stahl ist der Überzeugung, dass gemeinsames Spielen nicht nur Spaß macht, sondern auch gut für Körper und Seele ist. Und Menschen zusammenbringt. Deshalb baut er für Halver einen Boule-Platz.

Viele kennen das Spiel mit den schweren Kugeln noch aus ihrer Kindheit. Ziel ist es eine handgroße Kugel möglichst nah an eine kleine zu werfen. „Leicht zu spielen, aber schwer zu gewinnen“, sagt Thomas Stahl, der das Spiel auch schon als Kind gespielt hat. Damals waren es noch bunte Kugeln, die im Sand oder in der Wiese landeten. Doch für das aus Frankreich stammende Spiel gibt es sowohl Regeln, als auch spezielle Bahnen. 

Boule-Bahn für Halver

Und genau so eine lässt Thomas Stahl jetzt bauen – noch diesen Monat soll begonnen werden. Der Plan steht: Bereits im November will der 59-Jährige dann das erste Tête-à-tête spielen und dazu alle einladen, die Lust haben mitzuspielen. Thomas Stahl ist Unternehmensberater und Inhaber von Stahl UMS. Er berät mit seinem Team Unternehmen bei der Planung und Umsetzung ihrer Ziele. Die Stärkung der Region Südwestfalen liege ihnen dabei sehr am Herzen. 

Thomas Stahl und Karin Stacey spielen gerne Pétanque und bauen deshalb einen Boule-Platz für Halver.

Hommage an die Stadt

Am Herzen liegt Thomas Stahl aber auch Halver. Seit mehr als 30 Jahren lebt der gebürtige Lüdenscheider in seiner Wahlheimat. Und jetzt möchte er der Stadt gerne etwas zurückgeben. Wenn seine Partnerin Karin Stacey sich Menschen vorstellt, wie sie auf einer Boule-Bahn das Spiel Pétanque spielen, sieht die 54-Jährige entspannte Menschen, die sich unterhalten und die Sonne zu jeder Tageszeit genießen. „Wie in Frankreich“, ergänzt Thomas Stahl. Eine schöne Vorstellung, die für ihn nach Halver gehört. Eine Lebensart, die den Menschen gut tue. 

Für Jung und Alt

Ob Jung oder Alt – das Spiel sei für jeden geeignet. „Das Boulespiel ist gut gegen Rheuma und alle möglichen anderen Leiden, und es ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, vom Kind bis zum Greis“, sagte auch der Schriftsteller Francois Rabelais. Ein passendes Zitat, findet Stahl. „Menschen unterschiedlicher Couleur und unterschiedlichen Alters kommen so zusammen“, sagt Stahl. Gebaut werden soll das „Boulodrom“ in der Nähe des Bürgerzentrums. 

Pétanque ist ein dem Boule-Spiel zugeordneter Präzisionssport. Dabei versuchen zwei Mannschaften, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfene Zielkugel zu werfen. Im Wettkampf stehen sich jeweils drei Spieler (Triplette), zwei (Doublette) oder nur einer (Tête-à-tête) gegenüber. Pétanque wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Südfrankreich erfunden. 1959 fand die erste Weltmeisterschaft in Belgien statt. 1963 wurde in Bonn der erste Petanque-Club Deutschlands gegründet. Mittlerweile findet es auch in Deutschland immer mehr Freunde

In der Nähe des Bürgerzentrums

Eine gute Lage, denn die Toiletten des Bürgerzentrums können von den Spielern genutzt werden und auch Kugeln stellt der Initiator im Begegnungszentrum zur Verfügung. Die alte Kugelstoß-Bahn soll dazu umgebaut werden. Details müssten noch geklärt werden. Bürgermeister Michael Brosch und Kämmerer Markus Tempelmann unterstützen das Projekt jedenfalls. „Diese Sportart haben wir noch nicht in Halver – ich finde das gut“, sagt Brosch. Für die Halveraner sei dies ein schönes zusätzliches Angebot. Mit seinem Projekt hat sich Stahl auch beim Heimatpreis beworben. Doch unabhängig davon, ob er gewinnt oder nicht, wird er diese Bahn realisieren – er übernimmt die Kosten selbst. Aber Potenzial hätte die Idee – denn von der Stadt wird gefördert, was Menschen verbindet.

Mitplanen

Mitplanen Wer Interesse hat, sich an dem Projekt zu beteiligen, ist dazu eingeladen. Thomas Stahl ist unter Tel. 01 77/9 38 47 45 erreichbar.

Was ist Péanque?

Pétanque ist ein dem Boule-Spiel zugeordneter Präzisionssport. Dabei versuchen zwei Mannschaften, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfene Zielkugel zu werfen. Im Wettkampf stehen sich jeweils drei Spieler (Triplette), zwei (Doublette) oder nur einer (Tête-à-tête) gegenüber. Pétanque wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Südfrankreich erfunden. 1959 fand die erste Weltmeisterschaft in Belgien statt. 1963 wurde in Bonn der erste Petanque-Club Deutschlands gegründet. Mittlerweile findet es auch in Deutschland immer mehr Freunde

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