Neues Gewerbegebiet: Regen bereitet Probleme

Die Bauteile des Einlauf- und Drosselbauwerks sind mehr als 30 Tonnen schwer. - Foto: F. Zacharias

HALVER - Das Regenrückhaltebecken für das neue Gewerbegebiet an der Susannenhöhe war noch gar nicht fertig, da machte es seinem Namen schon alle Ehre: Die Niederschläge der vergangenen Wochen ließen die Grube an der Bundesstraße 229 fast überlaufen.

Am Dienstag, als die ersten Beton-Elemente für die Anlage angeliefert wurden, mussten die Wassermassen daher zunächst einmal abgepumpt werden.

Dabei bekamen auch die Verkehrsteilnehmer, die am Morgen zwischen Halver und Brügge unterwegs waren, die Arbeiten zu spüren: Für die Anlieferung musste die B229 in Höhe der Baustelle kurzzeitig einspurig gesperrt werden. Anders hätte der Sattelschlepper nicht gefahrlos rangieren können, um dem Schwerlastkran das Abladen der insgesamt mehr als 30 Tonnen schweren Bauteile des Einlauf- und Drosselbauwerks zu ermöglichen.

Doch auch für diesen mussten besondere Vorkehrungen getroffen werden: Denn ohne geschotterten Platz wäre die tonnenschwere Arbeit auf der Fläche nicht möglich gewesen. „Die Regenfälle machen die Arbeit vor Ort natürlich schwer“, sagt Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel. Der einstige Acker ist matschig, ohne besondere Maßnahmen kaum befahrbar und verfügt bereits ohne Regengüsse über eine Konsistenz, die die Erschließung des Geländes erschwert.

Um die Arbeiten am Gewerbegebiet möglichst problemlos bewältigen zu können, musste auf dem Areal eine so genannte Vermörtelung durchgeführt werden: Dem Boden wurde Kalk beigemischt, damit er seine „optimale Verdichtungsfähigkeit erhält“, wie Christoph Stillger vom Bauamt erklärt.

Und weil sich damit freilich die Wirkung, aber nicht der Regen verhindern lässt, muss auch dafür Vorsorge getroffen werden. Die Niederschläge, die auf die versiegelten Flächen des Gewerbegebiets fallen, sollen künftig zunächst in ein etwa 100 Meter langes und 30 Meter breites Regensammelbecken gleich neben der Bundesstraße 229 eingeleitet werden. Das Becken fasst maximal 2800 Kubikmeter Wasser – eine Menge, die ausreicht, um die stärksten (hierzulande üblichen) Regenfälle abzufangen. „Die Aufstauhöhe von 2,50 Meter könnte sogar noch einmal erreicht werden, ohne dass das Wasser überläuft“, so Stillger. Zumal das Nass ja nicht gestaut wird, sondern durchgehend – gedrosselt – in die Hälver auf der anderen Seite der Bundesstraße eingeleitet wird.

Für die notwendige Entwässerungsleitung sind jedoch – wie berichtet – weiterere Baumaßnahmen notwendig. Seit gestern ist die Zufahrt von der B229 in Richtung Berge gesperrt. Sowohl dort als auch auf der gegenüberliegenden Seite bei Heesfeld entstehen Kopflöcher, durch die die Leitung später unter der Straße hindurch gestoßen wird.

Von Frank Zacharias

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