Tempo-Niveau insgesamt senken

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In Halver wurde am Dienstag von Michaela Götzel die Radarkontrolle im Hürxtal durchgeführt.

HALVER - In erster Linie geht es laut Polizei weniger darum, von den Autofahrern abzukassieren. Vielmehr soll mit dem Blitzmarathon, der am Dienstag in ganz Nordrhein-Westfalen stattfand, der Kampf gegen Verkehrsunfälle fortgesetzt werden. Zu schnelles Fahren oder überhöhte Geschwindigkeit ist zwar nicht die Unfallursache Nummer 1, wie von der Polizei erklärt wird, spielt aber bei den meisten Unfällen eine erhebliche Rolle.

Unrühmlicher Spitzenreiter ist die Ursache „zu schnelles Fahren“ aber bei den Verkehrsunfällen mit Verletzten oder gar Toten. Im Rahmen von verkehrspädagogischen Gesprächen bei den gestern durchgeführten Kontrollen und allen anderen Präventionsmaßnahmen soll dies den Autofahrern vermittelt werden. Denn die Geschwindigkeit entscheide bei einem Verkehrsunfall über Leben und Tod. Das wurde den Autofahrern gestern auch in Halver - wo die Beamten am Nachmittag im Hürxtal Kontrollen durchführten - und in Schalksmühle klar gemacht. Der Märkische Kreis und damit auch die beiden Volmetalkommunen gilt als eine der sichersten Regionen Nordrhein-Westfalens. Die Polizeibeamten in der Stadt im Grünen, der Polizeiinspektion in Lüdenscheid und alle anderen Beamten wollen dafür sorgen, dass dies auch so bleibt.

Ziel des Blitzmarathons und natürlich auch aller anderen Radarkontrollen sei die Senkung des Geschwindigkeitsniveaus insgesamt und nicht, so wird ausdrücklich betont, „die Verbesserung der Einnahmen“. Aus diesem Grund gibt die Polizei auch stets bekannt, wo sich an welchem Tag Messstellen befinden. Auch wenn, so wie gestern, aus personellen Gründen die angekündigte Radarkontrolle in Schwenke nicht durchgeführt werden konnte.

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeit um zwei Stundenkilometer auf innerstädtischen Straßen zu einem Rückgang der Personenschäden um 15 Prozent führt. Außerdem: Bei Tempo 50 überleben acht von zehn Fußgängern einen Verkehrsunfall, bei 65 Stundenkilometern sterben acht von zehn Fußgängern.

In Halver wurde letztlich auf der Landesstraße 528 im Hürxtal, an der Bundesstraße 54 in Oberbrügge sowie an der Bundesstraße 229 in Heesfeld gemessen: Insgesamt wurde die Geschwindigkeit von 320 Fahrzeugen kontrolliert - mit einem durchaus erfreulichen Ergebnis. Denn nur neun Fahrzeugführer hielten sich nicht an das vorgeschriebene Tempolimit. Mit entsprechenden Konsequenzen: Ein Autofahrer wird seinen Führerschein für eine bestimmte Zeit abgeben müssen, da er auf der B 54 in Oberbrügge - gemessen wurde im Bereich der Einmündung der Poststraße - nicht die erlaubten 50, sondern 90 Stundenkilometer fuhr. Bei den anderen „Temposündern“ blieb es nach den ersten Erkenntnissen der Polizei bei Verwarngeldern. - Det Ruthmann

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