„Blitzer-Marathon“ in der Stadt im Grünen

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Die Polizei führt am 3. und 4. Juli wieder einen „Blitz-Marathon“ durch – auch auf der L 528 in Halver. ▪

HALVER ▪ „Ich bin positiv überrascht, wie viele sich melden“ – Dieter Bruder, Leiter der Führungsstelle Verkehr bei der Polizei in Lüdenscheid, hat mit einer so großen Resonanz aus der Bevölkerung nicht gerechnet. Die Bürger waren aufgefordert worden, für das „Marathon-Blitzen“ Stellen zu melden, wo zu schnell gefahren wird.

Denn am kommenden Dienstag und Mittwoch wird die Polizei an vielen Stellen – natürlich auch in Halver – 24 Stunden lang mit Radargeräten stehen und die Geschwindigkeit der Fahrzeuge kontrollieren. „Wir haben sogar Kollegen, die dienstfrei hatten, zurück holen müssen“, verdeutlicht Bruder, dass sehr viele Anrufe und E-Mails bei der Polizei eingegangen sind.

Zum ersten Mal konnten die Bürger vorschlagen und mitentscheiden, wo Radarkontrollen durchgeführt werden sollen. Allerdings, so erklärt der Leiter der Polizeiführungsstelle Verkehr, hätten die meisten Menschen nicht nur einfach Orte für Geschwindigkeitsmessungen genannt, sondern regelrecht Stimmungsbilder der Straße geschildert. Quer durch das gesamte Spektrum der Anrufer beziehungsweise E-Mail-Adressaten – vom 20-Jährigen bis zum Senior – hätten sie über die Aggressivität der Autofahrer, die deutlich zugenommen hätten, und über ihre Sorgen und Ängste gesprochen.

Hauptpunkt sei das regelkonforme Verhalten im Straßenverkehr gewesen, das kontrolliert werden müsse, so Dieter Bruder weiter. Was jedoch der sonstigen Aufregung, Radarkontrollen seien Abzockerei, man solle lieber intensiver um Kriminelle kümmern, widerspreche.

„Gerast“ wird nach den angaben der Halveraner insbesondere auf der Bundesstraße 54 in Oberbrügge sowie auf der Landesstraße 528 zwischen Halver und Breckerfeld. Das gelte für den Bereich Krausebuche sowie auch für die Gemeindestraße nach Schalksmühle, die dort mündet. In Richtung Bergstraße werde ebenfalls viel zu schnell gefahren.

Alles könne während des 24 Stunden „Marathon-Blitzens“ gar nicht abgedeckt werden. Die zahlreichen Hinweise würden aber an die Bezirksbeamten weitergegeben. Die wiederum würden den Kontakt mit den Bürger und nach Lösungen suchen.

Darüber hinaus werden auch in der Stadt im Grünen immer wieder Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, so auch am vergangenen Dienstag in der Innenstadt. In der Zeit zwischen 14 und 15.30 Uhr wurde von der Polizei die Geschwindigkeit von insgesamt 20 Fahrzeugen gemessen. Sieben davon fuhren zu schnell, deren Fahrer kassierten Verwarnungsgelder. Unrühmlicher Tagessieger war ein Fahrzeug, das 48 Stundenkilometer schnell fuhr – erlaubt sind in diesem Bereich 30 km/h. ▪ Det Ruthmann

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