Ein Blick in die Gesichtsausdrücke

Die passenden Trommelklänge durften bei der Eröffnungsfeier nicht fehlen. ▪ Fraune

HALVER ▪ Das Objektiv ist objektiv. Und diese Eigenschaft seines Arbeitsgerätes hat der Schalksmühler Fotograf Rainer Halverscheid genutzt, um ein Bild von Afrika zu zeigen, das kein touristisches ist.

36 Fotos sind in eine Ausstellung eingeflossen, die am Donerstagabend im Rathaus eröffnet wurde. Der Titel „Mali – Menschen, Wüste, großes Wasser“ hält, was er verspricht.

Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Schalksmühler Vereins „Partnerschaft Sahelzone“, Françoise Eckern, ist Halverscheid vor eineinhalb Jahren abseits der Touristenströme gegangen. „Sie führte mich an Orte, in die man sonst nicht kommt.“ Hier ist der Fotograf mit Menschen in Kontakt gekommen, die sich trotz ihrer großen Notlage fröhlich zeigten. Und nicht nur das. Die Kinder rannten hinter dem Schalksmühler her, um abgelichtet zu werden. „Alle wollten danach das Bild sehen, das im Display zu sehen war.“

Das Foto, bei dem die leichte Bewegungsunschärfe das Stampfen der Hirse mit einem großen Mörser zeigt, zählt für Halverscheid zu den für ihn besten. Hier werde der tägliche Überlebenskampf deutlich. Doch nicht nur dieses Bild legte er den zahlreichen Ausstellungseröffnungsbesuchern näher. „Schauen Sie in die Gesichtsausdrücke der Menschen.“ Und dabei müsse stets beachtet werden, dass es sich um einige der ärmsten Menschen der Welt handele. Wie die Not auch vom Sauerland aus gelindert werden kann, beschrieb der zweite Vorsitzende des Vereins Partnerschaft Sahelzone, Klaus Peter Höller. In den Problemfeldern „sauberes Trinkwasser, schulische und berufliche Bildungsmöglichkeiten, Erwirtschaftung von Einkommen und Gesundheitsversorgung“ sei man aktiv. „Und die Fortschritte sind enorm.“

Aufgrund der Hilfe zur Selbsthilfe würden sich die Bewohner mit den vom deutschen Staat geförderten Projekten identifizieren (partnerschaft-sahelzone.de). Bei der Eröffnung durfte die musikalische Umrahmung nicht fehlen. Schülerinnen der Musikschule und der Chor der Lindenhofschule spielten und sangen. Die Ausstellung läuft bis zum 30. November. ▪ Marco Fraune

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