Sammelaktion im Oktober

Apfelernte besser als 2019? Hier können sie Ihr Obst zu Saft verarbeiten lassen

Obstsammlung Heesfelder Mühle Halver Apfelernte Sammelaktion
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Das Apfeljahr 2020 steht noch in den Sternen. Zum Teil tragen die Bäume „so gut wie keine Äpfel“, wie Gaby Brunsmeier von der Heesfelder Mühle sagt. Bei der Sammelaktion im Oktober zeigt sich dann das Ergebnis.

Mit der Sammelaktion „Obst von Streuobstwiesen“ setzt sich der Verein Heesfelder Mühle in Halver alljährlich für den Erhalt heimischer Streuobstwiesen als artenreiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen ein. Auch in diesem Jahr hat der Verein dafür zwei Termine im Oktober reserviert, auch wenn das Ergebnis der Apfelernte noch unklar ist.

Halver – Am Samstag, 10. Oktober, können reife und ungespritzte Äpfel, Birnen oder Quitten gegen Apfelsaft getauscht werden. Zwei Wochen später, am 24. Oktober, ist das Saftmobil vor Ort, um die Früchte direkt zu Saft zu verarbeiten. Jeweils in der Zeit von 9 bis 15 Uhr ist das Heesfelder-Mühle-Team vor Ort, um das Obst in Empfang zu nehmen. Als Veranstaltungen des Regionalprojekts Oben an der Volme sind die beiden Sammelaktionen ausgewiesen.

Auf die Resonanz ist Gaby Brunsmeier, Obstwiesenberaterin des Vereins Heesfelder Mühle, diesmal selbst gespannt. Ob die Apfelernte gut oder mager ausfällt, mag sie nicht vorhersagen. „Schätzungsweise eine mäßige Ernte“, prognostiziert sie. „Auf den eigenen Flächen haben wir so gut wie keine Äpfel.“ Anderswo – beispielsweise in Lüdenscheid – habe sie jedoch Bäume, die voller Früchte hängen, gesehen. „Wie das Apfeljahr ausfällt, ist schwer vorherzusagen. Ich bin gespannt.“

Nachfrost und Trockenheit machen den Bäumen zu schaffen

2018 war ein ausgesprochen gutes Apfeljahr. 2019 war die Heesfelder Mühle, die die gesammelten Äpfel bekanntlich zu natursüßem Direktsaft weiterverarbeiten lässt, für jeden Apfel dankbar – so dürftig war die Ausbeute. Den eigenen Bäumen hätten in diesem Jahr die Nachtfröste im Mai zugesetzt, führt Gaby Brunsmeier aus. Erschwerend sei die Trockenheit hinzugekommen. „Wir haben die jungen Bäume oft gegossen, damit sie überhaupt überleben können. Das machen wir sonst nie.“ Sie hoffe, dass die Trockenheit nicht schon den Blüten und Knospen des nächsten Jahres geschadet habe. „Apfelbäume legen ihre Blütenknospen schon jetzt an.“ Gaby Brunsmeiers Rat: die Bäume gießen, auch die älteren. „Wenn die Blätter hängen, ist dies ein arges Zeichen.“

Schlechte Ernte in 2019: Vor einem Jahr war man für jeden Apfel dankbar, die Ausbeute war dürftig.

Dass sich die Sammelaktion in Coronazeiten gut durchführen lässt, ist Gaby Brunsmeier sicher. „Die Leute warten ja bis zum Abgeben ihrer Früchte im Auto“, weiß sie aus langjähriger Erfahrung. Ein Mundschutz sei lediglich beim Auspacken der Früchte vonnöten. Gegen Apfelsaft – wahlweise kann die Hälfte der Liefermenge auch als Geld ausgezahlt werden –können Landwirte und Hobbygärtner aus Halver und Umgebung ihr reifes, fäulnisfreies Obst bei den Sammelaktionen tauschen.

18 Euro für 100 Kilogramm

Da die Apfelsammlung als Naturschutzaktion dem Erhalt der heimischen Streuobstwiesen dient, wird ein Naturschutzaufpreis angerechnet. Pro 100 Kilogramm ungespritztes Obst zahlt die Heesfelder Mühle 18 Euro. Da die Apfelernte im Vorjahr mager war und entsprechend weniger Apfelsaft gepresst werden konnte, gibt’s unter Umständen – wenn der Apfelsaft ausgegangen ist – Gutscheine. Allen, deren Äpfel schon jetzt von den Bäumen fallen, rät Gaby Brunsmeier, die Früchte in Kisten zu packen und an einem kühlen, geschützten Ort zu lagern. „Dort können sie in Ruhe nachreifen. Wenn sie gesund waren, halten sie sich bis zum Sammeltag“, so der Rat der Expertin.

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