Unklarheiten tauchen auf

Kindervilla: Es besteht Klärungsbedarf

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Die ehemalige Stadtdirektorenvilla.

Halver - In baulicher Hinsicht dürfte die Ampel auf Grün stehen für die Kindervilla an der Mittelstraße. Das gilt zumindest für die geplante institutionelle Großtagespflege, für die die gemeinnützige Sentiris GmbH als Träger gesetzt ist.

„Ziel ist es, das Gebäude Ende Juli an den Träger zu übergeben“, sagte am Montag in der Ratssitzung Michael Schmidt, Fachbereichsleiter für Bauen und Wohnen bei der Stadt Halver. 

Ab Mitte Februar sollten die erforderlichen Tiefbauarbeiten für die Schaffung einer Zuwegung zur Mittelstraße über den Garagenanbau erfolgen, ab März beziehungsweise April solle es weitergehen mit den Arbeiten am Äußeren der früheren Stadtdirektorenvilla, erfuhr CDU-Fraktionschefin Martina Hesse auf ihre Nachfrage. 

Großtagespflege ist klar

Während damit für die Großtagespflege die planerischen und zeitlichen Leitplanken gesetzt sind, besteht noch Klärungsbedarf zum Betrieb der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Dieses Thema hatte UWG-Ratsfrau Dr. Sabine Wallmann noch kurzfristig auf die Tagesordnung setzen lassen, weil sie befürchtet, dass der Stadt die Zeit davonläuft. Nach wie vor liege kein Konzept für die inhaltliche Ausgestaltung dieser Arbeit vor. Wann dies denn zu erwarten sei, wollte sie vom zuständigen Fachbereichsleiter Thomas Gehring wissen.

Der wiederum erinnerte an die Beschlusslage des Ausschusses für Bildung und Jugend, nach der die möglichen Betreiber, Sentiris wie auch der Jugendtreff Aquarium, entsprechende Konzepte erarbeiten sollten. Sie würden in der nächsten Sitzung des Fachausschusses vorgestellt, um mit dem politischen Votum von Ausschuss und Rat dem Märkischen Kreis die konzeptionelle Empfehlung und auch die Trägerschaft vorschlagen zu können. 

Kreis entscheidet

Entschieden würde über das Vorhaben in Halver als Stadt ohne eigenes Jugendamt im Kreishaus und politisch durch den Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises. Ob das vom Verfahren her zu halten ist, bezweifeln Fachleute. Denn der politische Wunsch in Halver ist, dass die OKJA noch im August den Betrieb aufnehmen sollte. 

Bis dahin aber müssen noch personelle Weichen gestellt und offene Fragen geklärt werden. Dazu gehört beispielsweise die nach den Betriebszeiten, die in der Kindervilla angeboten werden sollten, um nicht in Konkurrenz zum Offenen Ganztagsbetrieb der benachbarten Lindenhofschule zu geraten. Und sollte der Jugendtreff Aquarium die Kinder- und Jugendarbeit dort betreiben, würden sich zwei Mieter im Haus befinden. Erhielte Sentiris den Zuschlag, wäre es nur einer. Abstimmungsgespräche sollen zeitnah erfolgen. Eine Vorlage werde es in der Sitzung des Bildungsausschusses am 11. März geben, so die Aussage Gehrings.

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