Ökumene als Hausaufgabe für Halver

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Für die katholische Pfarrei Christus König ist der Weg frei zur Umsetzung des angedachten Pfarrei-Entwicklungsprozesses. Der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat die Gemeinden in Halver, Schalksmühle, Breckerfeld und Hagen-Dahl in ihrem gemeinsamen Votum bestätigt.

Insbesondere einen Ansatz der flächenmäßig größten Pfarrei im gesamten Bistum hebt Overbeck heraus: den Gedanken der Ökumene. „Ausdrücklich ermutige ich Sie in dem Vorhaben und der bereits geübten Praxis, das gemeinsame christliche Zeugnis nicht nur in Zusammenarbeit mit den Nachbarpfarreien, sondern auch in einem guten ökumenischen Miteinander weiter zu vertiefen.“ 

Damit bezieht sich der Bischof insbesondere auf die Bestrebungen in Hagen-Dahl, wo evangelische und katholische Christen vorhandene Gemeinderäume wie auch die Kirche künftig gemeinsam nutzen werden. Nachholbedarf bestehe in dieser Hinsicht in Halver, räumt Pfarrer Claus Optenhöfel im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger ein. In den weiteren Gemeinden der Großpfarrei hätten sich inzwischen ökumenische Ausschüsse gebildet. 

In Halver selbst sei dies noch nicht der Fall. Grund dafür ist nach Optenhöfels Einschätzung die Größe der jeweiligen Gemeinden. Der Handlungsdruck sei damit geringer als in den kleineren Einheiten, die zu der 2006 gebildeten Großpfarrei mit ihrer „Diaspora-Situation“ und einer Fläche von 240 Quadratkilometern gehören. 

Für die Pfarrei wird sich nun in den kommenden Jahren die Aufgabe stellen, ihr Konzept inhaltlich auszugestalten, das vor mehr als drei Jahren seinen Ausgang nahm mit der Fragestellung: „Wie können wir auch künftig eine lebendige Kirche sein?“ Befragungen der eigenen Basis, aber auch von Akteuren von außerhalb, fanden schließlich Eingang in das Votum, das die Pfarrei im November an den Essener Bischof weiterreichte. 

Konkreter Punkt für Halver wird darin beispielsweise sein, dass der Standort Oberbrügge mittelfristig keine Zukunft haben wird. Die katholische Kirche St. Georg hat in dieser Betrachtung keine Priorität, während der Fortbestand des Gemeindekerns von Christus König gesetzt bleibt. Mit der Bestätigung Overbecks ist der Prozess für die Pfarrei damit nicht abgeschlossen. Wie sie sich nun konsolidiert, wird auch in Essen weiter verfolgt. Um den nächsten Bericht bittet das Bistum zum Zeitpunkt Ende Mai 2020.

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