„Biogas für ländliche Gegenden gut geeignet“

Vitali Dercho von der Fachhochschule Köln informierte am Dienstagabend die SPD-Fraktion über Möglichkeiten und Techniken von landwirtschaftlich Biogasanlagen. ▪ Baankreis

HALVER ▪ Wasserkraft, Photovoltaik, Windräder oder Biogas. Welche dieser Varianten der regenerativen Energien ist die richtige für Halver? Diese Frage stellte sich am Dienstagabend im Rahmen ihrer Strategieklausur auch die Halveraner SPD.

„Wir wollen erst einmal nur Informationen sammeln und uns keine Meinung bilden“, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Brosch, der in Zukunft weitere Experten zu anderen Bereichen der Bioenergie einladen möchte.

Um einen besseren Einblick in die Materie zu gewinnen, referierte Diplom-Ingenieur Vitali Dercho vom zuständigen Bereich der Fachhochschule Köln über den Bereich Biogas und landwirtschaftliche Biogasanlagen. Ein klares Fazit hatte Dercho dabei schon zu Beginn seines Vortrags: „Biogas lohnt sich für jeden“, so die Einschätzung des Diplom-Ingenieurs. Denn wie Dercho anschließend berichtete, können die Betreiber nicht nur Biogas zur Stromerzeugung gewinnen, sondern die Wärme der Anlage kann als Fernwärme genutzt werden. Um die Anlage zu betreiben, bieten sich Pflanzen, Grünabfälle wie etwa Gras und Mais an. Hier, so Dercho, bestehe momentan auch eines der Probleme bei der Gewinnung von Biomasse. Denn vor allem bei Mais könnte eine Konkurrenzsituation entstehen. Allerdings hofft Dercho, dass die Forschung in den nächsten Jahren eine Optimierung der Anlagen erreicht, so dass diese die Stoffe noch besser verarbeitet würden. Immerhin sieht Dercho vor allem für ländliche Bereiche Biogasanlagen als bestes Mittel für die Zukunft. „Andere Methoden sind immer abhängig vom Wetter und werden sich, wie die Windkrafträder, an bestimmten Stellen konzentrieren. Für Biogasanlagen sehe ich ländliche Bereiche, wie das Sauerland, als sehr guten Standpunkt. Zumal schon ab einer Gewinnung von 500 bis 750 Kilowatt die Einspeisung von Biogas sinnvoll ist“, erklärte Dercho und verwies dabei auf bestehende Anlagen. Als weiteren Vorteil sieht er die hohe Quote von Energiegewinnung. ▪ wes

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare