Bildung, Begegnung und Bewegung

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Die Kinder und Erzieherinnen sowie Pfarrer Volker Ziegenhagen freuen sich darüber, dass ihre Einrichtung an der Bachstraße zum 1. August dieses Jahres ein Familienzentrum wird. ▪

HALVER ▪ Viele Einrichtungen im Märkischen Kreis hatten sich beworben, nur eine bekam am Ende den Zuschlag: Anfang März hatte der Jugendhilfeausschuss des Kreises dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, in der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus (Kita) in Halver ein Familienzentrum einzurichten.

„Wir haben uns natürlich sehr darüber gefreut“, erklärt Leiterin Petra Dörenbach im Gespräch mit unserer Zeitung, „zumal wir uns ja bereits ein Jahr zuvor schon einmal beworben hatten.“ Dörenbach und ihrem Team sowie Pfarrer Volker Ziegenhagen von der Pfarrei Christus König stehen nun aufregende Wochen bevor, denn zum 1. August wird die Einrichtung an der Bachstraße dann offiziell den Titel „Familienzentrum“ tragen. Und bis dahin muss das Konzept ausgearbeitet, erweitert und konkretisiert werden. „Durch die Zusage und die damit verbundenen Mittel befinden wir uns jetzt natürlich in einer komfortablen Situation und können voll durchstarten“, verweist Ziegenhagen auf das motivierte Team der Kita und das vorhandene Potenzial. „Das war ja auch der Grund, warum wir uns beworben haben – weil wir bereits viele Anforderungen, die an ein Familienzentrum gestellt werden, erfüllen und das Potenzial gesehen haben, diese noch auszubauen“, erklärt Dörenbach.

Drei Schwerpunkte haben sich die Verantwortlichen im vorgelegten Konzept gesetzt: Beim Aspekt „Begegnung“ soll es um eine verstärkte Kommunikation innerhalb der Elternschaft, aber auch darüber hinaus gehen. „Denn zu einem Familienzentrum gehört es dazu, dass man sich für die breite Öffentlichkeit öffnet“, so die Leiterin. Der Bedarf der Eltern für einen Austausch sei groß – „und das wollen wir nutzen“. Schon jetzt gebe es eine Art Kirchencafé im Kindergarten, bei denen Eltern, Erzieher und Pfarrer Volker Ziegenhagen interkonfessionell über verschiedenste Themen miteinander ins Gespräch kommen. „Das kommt bei den Eltern gut an und schafft nicht nur Verständnis für einander, sondern zeigt auch andere Blickwinkel“, verweist Ziegenhagen darauf, dass der kirchliche Aspekt auch beim neuen Familienzentrum nicht zu kurz kommen wird. „Da wollen wir einen eigenen Akzent setzen.“

Auf den Aspekt „Bildung“ sei ebenfalls schon immer Wert gelegt worden – und zwar nicht nur im Hinblick auf den Bildungsauftrag für die Kinder. Vielmehr möchten Dörenbach und ihr Team verstärkt Angebote für Eltern schaffen und in Form von Themenabenden das behandeln, „was den Eltern unter den Nägeln brennt“. Auch die Zusatz-Qualifikationen der einzelnen Mitarbeiter gehöre zum Bereich „Bildung“ dazu.

Der dritte Aspekt wäre die „Bewegung“. „Die halten wir bei der ganzen Entwicklung der Kinder für äußerst wichtig“, verweist Dörenbach darauf, dass man an der Bachstraße eigentlich immer in Bewegung sei. Auch dabei sehe man noch Ausbaupotenzial, erste konkrete Ansätze, beispielsweise eine verstärkte Vernetzung mit den heimischen Sportvereinen, gebe es bereits.

„Unser Anliegen ist es, die Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen, einen Austausch anzubieten und dadurch mögliche Verunsicherungen aus der Welt zu schaffen“, fasst Dörenbach zusammen, wobei die Angebote flexibel und vielfältig gestaltet werden sollen. „Aber wir befinden uns ja noch in der Anfangsphase und können die konkrete Arbeit erst jetzt, nach der offiziellen Zusage, aufnehmen.“

Dazu wird möglicherweise auch eine räumliche Erweiterung des Kindergartens gehören. So werde überlegt, die im Untergeschoss liegende, derzeit freie Wohnung im Besitz der Kirchengemeinde in die Einrichtung zu integrieren, um weitere Raumangebote, beispielsweise für Einzel- und Beratungsgespräche sowie Therapiestunden, zu schaffen. Die Entscheidung dafür liege jedoch bei der Pfarrei. Ein erstes offenes Fest wird es übrigens schon Ende Juni geben. Bis dahin soll die Außenanlage des Kindergartens teilweise erneuert und unter dem Motto „Hier bewegt sich was“ eröffnet werden. ▪ Kerstin Zacharias

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