Musik als Sprache der Menschen

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Friederike Kurz, Saskia Kruse und Lena Hager (von links) glänzten mit ihren Geigen zum Abschluss des Konzerts. Sie spielten Auszüge aus einem Concertino von Ferdinand Küchler.

Halver - „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit.“ Mit einem Zitat des US-amerikanischen Dichters Henry W. Longfellow hieß Elisabeth Manns, Bezirksleiterin Halver der Musikschule Volmetal, Ausführende und Besucher am Sonntag zum Bezirkskonzert im Kulturbahnhof willkommen.

Für den kalten, aber sonnigen Vormittag hatte sie Werke aus verschiedenen musikalischen Epochen für das abwechslungsreiche Konzert ausgewählt. 

Fortgeschrittene Schüler – darunter auch Erwachsene – erfreuten auf vielfältigem Instrumentarium mit Spielfreude und spieltechnischem Können das Publikum. 

Werke aus alter und neuer Zeit 

Leichten Zugang zu den vorgestellten Werken aus alter und neuer Zeit erhielten die Besucher durch die einführenden Worte, die Elisabeth Manns jedem Beitrag voranschickte. Dass Beethovens „Für Elise“, eines der bekanntesten Werke des Komponisten, seinen Titel einem Lesefehler verdankt und eigentlich Therese Malfatti gewidmet war, Astor Piazzolla seinem Vater zuliebe Bandoneon erlernte und Erik Satie mit seinem Schaffen gleichermaßen den Jazz wie die Popularmusik beeinflusste, erfuhren die Besucher beim illustren Streifzug durch die Musikepochen.

Vom Steuereintreiber zum wohlhabenden Flötist, Cembalist und Komponist brachte es Joseph Bodin de Boismortier, mit dessen Prelude aus der Suite Nr. IV C-Dur die beiden Altflötistinnen Viktoria Wiedemeier und Thea Schmidt das Konzert eröffneten. Reiche Verzierungen und Schnörkel verwiesen auf den Barock als Entstehungszeit des Werkes.

Die Schüler des Bezirks Halver der Musikschule Volmetal präsentierten am Sonntagvormittag ihr Können im Kulturbahnhof. Viele Besucher kamen zum Bezirkskonzert.

Den (unglücklich) verliebten Beethoven ließ Sergej Voitenko in dem populären Klavierstück „Für Elise“ gefühlvoll zu Wort kommen. Mit zwei Fantasiestücken aus der Feder des dänischen Komponisten Niels Wilhelm Gade tauchte Aloys Föcker (Klarinette) ausdrucksvoll in die Romantik als Musikepoche ein. Als Soloinstrument kam die Klarinette in den tiefromantischen Werken stimmungsvoll zur Geltung. 

Den Londoner Loeillet, der sich – obgleich aus Gent stammend John of London nannte – lernten die Besucher im getragenen Altblockflöten-Beitrag von Laura Knappe kennen. Mit Piazzolla und Gilles Martin sicherte Dörte Pollmann dem Saxofon allseitige Aufmerksamkeit. Ein spritziges Gute-Laune-Stück: der „Danse du sax“ von Gilles Martin. Einen Klassiker der Moderne brachte Alisa Raatz (Klavier) mit der Gymnopédie von Erik Satie in den Vormittag ein. 

Moderne zum Ausklang des Konzerts 

Frisch und lebendig entfaltete Antonio Vivaldis „Winter“ in der Klavier-Interpretation von Tilo Völzke seinen Jahrhunderte überdauernden Reiz. Der Moderne gehörte der Ausklang des Konzerts. Nach einer bemerkenswerten Instrumentalversion von Adeles Filmsong „Skyfall“, den Celine Hamm auf das Klavier übertrug, glänzten die drei Geigerinnen Friederike Kurz, Saskia Kruse und Lena Hager mit Auszügen aus einem Concertino von Ferdinand Küchler. 

Instrumentalisten aus den Klassen von Elisabeth Manns, Vera Frings, Franz-Josef Frings und Cornelia Krebs waren in das Programm eingebunden. Am Klavier begleitete Vera Frings die jungen Interpreten.

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