Projekt „Pflanzen-Arche“: Heimische Blumen vermehren

Katja Yvonne Tutzauer hat auf dem Freihof von Hans Allefeld in Heinken Hedfeld einen Lehrgarten angelegt, in dem sie den Mitstreitern des Projekts „Pflanzen-Arche“ alles genau erklären und zeigen kann. - Fotos: Ruthmann

Halver - Es ist ein Projekt, mit dem das Bewusstsein für Artenschutz und -vielfalt geweckt werden soll. Hans Allefeld und Katja Yvonne Tutzauer werden am Freitag, 25. Juli, die „Pflanzen-Arche“ ins Leben rufen.

Dabei geht es um das Sammeln von heimischen Pflanzen, um sie zu vermehren und sie in Blühstreifen, Gärten und an anderen Stellen wieder anzusiedeln. Denn ohne die Pflanzen und Kräuter gibt es keine nützlichen Insekten, erklärt Tutzauer, ohne Insekten keine Vögel und ohne kleine Vögel keine Greifvögel. Dieser Kreislauf wird unterbrochen, weil den Insekten und letztlich auch den anderen Tieren die Nahrung fehlt.

Pflanzen am Straßenrand würden heutzutage zumeist noch vor der Blüte gemäht und könnten sich so nicht vermehren. Daher sind laut der Expertin Kornblumen, Schafgarbe, Klatschmohn und andere heimische Blumen und Kräuter selten geworden. Dies möchten Tutzauer und Allefeld durch die Pflanzen-Arche ändern. Daher suchen sie Mitstreiter, die beispielsweise Samen ernten, von denen sie dann einige mitnehmen und im eigenen Garten oder dem eigenen Blüh- oder Nützlingsstreifen aussäen können.

Während Katja Yvonne Tutzauer über das notwendige Fachwissen verfügt und beraten kann, was man für die Artenvielfalt machen und warum, stellt Hans Allefeld die Flächen für einen Blühstreifen, einen Bauern- und einen Lehrgarten zur Verfügung. Zudem appellieren sie an Besitzer alter Gärten, diese zu melden und Blumen zur Verfügung zu stellen, die sonst auf dem Kompost landen.

Das Ganze soll nicht an Halvers Grenzen Halt machen, sondern in den Märkischen und in den Oberbergischen Kreis strahlen, Impulsgeber sein. Höhenlage, Boden und Klima sollen für die Pflanzen-Arche die Grenzpunkte bilden. Natürlich werde man auch nicht gegen, sondern vielmehr mit anderen Vereinen, Einrichtungen und Archen zusammenarbeiten. Kontakte zu Pflanzen-Archen im Oberbergischen sowie auch zu Imkern besteht natürlich.

Von Det Ruthmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare