Bewährungs- und zwei Arreststrafen

HALVER/HAGEN ▪ Seit Donnerstag mussten sich zwei Angeklagte aus Halver vor dem Landgericht Hagen verantworten. Bei den beiden handelt es sich um Vater und Sohn. Dem Vater wurde vorgeworfen, Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben zu haben. Der Sohn musste sich wegen unerlaubten Handeltreibens und wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln verantworten. Er soll Marihuana verkauft und eine 1,35 Meter hohe Cannabispflanze in seinem Kleiderschrank gezüchtet haben.

Beide Angeklagten zeigten sich geständig, räumten die Vorwürfe ein. So soll der Vater ein Marihuanadepot aufgebaut haben. Aus diesem hatte sich der Sohn für den Eigenkonsum bedienen dürfen. Nach einer Weile war dem Vater jedoch aufgefallen, dass sein Sprössling mehr Drogen an sich genommen hatte, als er selbst hätte verbrauchen können. Schließlich war herausgekommen, dass der Sohn hinter „Papas Rücken“ fleißig Handel betrieben hatte. Das Gericht verurteilte den Vater am Ende zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Der Sohn kam aufgrund seines jugendlichen Alters mit zwei Freizeitarresten davon. Zudem ordnete die Kammer eine Betreuungsweisung an. Das bedeutet, dass dem Jugendlichen ein ständiger Ansprechpartner an die Seite gestellt wird, der ihn begleiten und wenn nötig bei auftretenden Problemen hilfreich unter die Arme greifen soll. Zudem muss der Sohn jetzt an einer ambulanten Drogentherapie teilnehmen, um sein Leben so schnell wie möglich wieder in den Griff zu bekommen – ohne Drogen. Die Verteidiger der Angeklagten hatten in ihren Plädoyers keine Anträge in Bezug auf die Strafhöhe gestellt. Am Ende nahmen sie die Urteile nach Absprache mit ihren Mandanten jedoch an, und ließen sie so rechtskräftig werden. ▪ jape

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