300 Besucher beim AFG-Konzert in Christus König

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Das traditionelle Adventskonzert des Anne-Frank-Gymnasiums fand am Wochenende gleich zweimal statt. Die Sänger traten in der Kirche Christus König und in der Stadthalle Hagen auf.

Halver - Ein Adventskonzert mit rund 250 jungen Sängern des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) sowie 39 Musikern des Philharmonischen Orchesters Hagen hört man nicht alle Tage. Somit war am Samstag die katholische Kirche Christus König mit rund 300 Besuchern restlos ausverkauft.

Was die Sänger und Musiker unter der Leitung von Stefan Lehmkuhl ihren Gästen boten, war wie in jedem Jahr ein besonderes musikalisches Erlebnis – allerdings diesmal nicht wie in den Jahren zuvor mit zwei aufeinanderfolgenden Konzerten am gleichen Veranstaltungsort. Denn die zweite Aufführung fand erstmals in der Hagener Stadthalle statt.

Ausschließlich zeitgenössische Werke

Das Konzert beinhaltete diesmal ausschließlich zeitgenössische Werke. Beim einleitenden „Missa 2012“ handelte es sich um eine Messe, die der Chorleiter und Lehrer Stefan Lehmkuhl selbst komponiert hatte und für das Konzert in einer von ihm neu bearbeiteten Fassung präsentierte. Hier sangen die Kinder der Jahrgangsstufe 6 noch nicht mit.

Das Philharmonische Orchester aus Hagen unterstützte die AFG-Schüler beim Konzert.

Im Anschluss an das wuchtige „Kyrie“ zu Beginn des sechssätzigen Werkes folgte das „Gloria“, bei dem der Chor stimmgewaltig die originellen Arrangements begleitete. Das „Credo“ präsentierte sich melodiös, bevor das kraftvolle „Sanctus“ und das frische „Benedictus“ auf das getragene und feierliche Finale beim „Agnus Dei“ vorbereiteten.

Lehmkuhl schuf ebenfalls die Arrangements der beiden traditionellen deutschen Weihnachtslieder „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Stern über Bethlehem“, wobei beide mit großer klanglicher Opulenz und viel Schlagwerk die Zuhörer in ihren Bann zogen.

Nach dem einleitenden „Missa 2012“ kamen die Sänger der sechsten Klassen hinzu, und im Altarraum wurde jeder Zentimeter Platz genutzt. Gemeinsam wurden mit „Child In A Manger“ und „I Saw Three Ships“ zwei Carols (britische Weihnachtslieder) des zeitgenössischen Komponisten John Rutter, dessen Werke im Mittelpunkt des Konzertes standen, zur Aufführung gebracht.

Im Wechsel spielten Orchester und Chor am Samstagabend einige Stücke.

Bei ersterem handelt es sich eigentlich um den durch Cat Stevens bekannt gewordenen Song „Morning Has Broken“, wobei das Werk jedoch unter ersterem Titel schon bedeutend länger existiert. Beide Stücke wurden durch den großen Chor und die erstklassige Akustik in der Kirche zu einem beeindruckenden Klangerlebnis.

Chor und Orchester im Wechsel

Im Rahmen der Aufführung von Rutters „Psalm 150“ wechselten einige Sänger und Musiker in den hinteren Teil der Kirche, beide Chor- und Orchesterteile spielten im Wechsel. Dieses Werk, bei dem es sich um eine Vertonung des letzten der 150 Gebete aus dem alttestamentarischen Buch der Psalmen handelt, sowie das nachfolgende „Gloria“, stellten die musikalisch anspruchsvollsten Kompositionen des Adventskonzertes dar und zählen zu den fünf bedeutendsten Arbeiten Rutters.

Der Chor des Anne-Frank-Gymnasiums besteht aus rund 250 jungen Sängern, die gerade so Platz auf der Bühne in der katholischen Kirche hatten.

Neben einem Hauptchor, der Oberstufenchor und der Projektchor, kam auf effektvolle Weise ein dreistimmiger Kinderchor zum Einsatz. Der erste und der letzte Satz des „Gloria“, beide mit einer komplexen Rhythmik und Jazz-Elementen versehen, rahmen den ruhigen, andächtigen Mittelteil des Werkes ein, der durch eine ansprechende Melodik besticht.

Diese wirkungsvollen Kontraste wurden durch die Sänger und Musiker sorgfältig und detailreich herausgearbeitet und deutlich gemacht. Der finale Teil des gelungenen Adventskonzertes, das von den Besuchern mit viel Applaus bedacht wurde und dem umfangreiche Probenarbeiten einschließlich einer Chorprobenfahrt vorausgegangen waren, bestand aus einigen kürzeren Werken, allesamt britische Weihnachtslieder, der Komponisten John Rutter, David Willcocks und William Mathias.

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