Beschlüsse ermöglichen Detail-Arbeit

HALVER ▪ Das Ziel ist klar: Die Innenstadt von Halver soll gestärkt, die Kaufkraft in Halver gehalten beziehungsweise zurück geholt werden. Darüber sind sich alle Politiker einig. Doch wie dieses Ziel erreicht werden kann, ob man den Empfehlungen des neuen Einzelhandelskonzepts folgen und damit eine Steuerung des Einzelhandels umsetzen soll – darüber herrschte gestern im Planungsausschuss Uneinigkeit.

Die „Beschließung eines zentralen Versorgungsbereichs“ war der Knackpunkt, der bei dem einen oder anderen Politiker Fragen aufwarf.

Denn die Empfehlung von Gutachter Marc Föhrer vom Büro „Stadt und Handel“, der den Ausschussmitgliedern die Ergebnisses und Vorschläge des Konzepts noch einmal erläuterte, ging dahin, bestimmte Sortimentsanbieter nur noch im Innenstadtbereich – inklusive Bahngelände – zuzulassen, um somit die Konsumenten in den Ortskern zu locken. Dies erfordere jedoch die „Ausweisung“ eines zentralen Versorgungsbereichs sowie das Aufstellen einer Sortimentsliste. Zwar betonte Föhrer, dass für bestehende Geschäfte, auch außerhalb des vorgesehenen Bereichs, Bedarfsschutz bestehe – diese Geschäfte also auch in Zukunft weitergeführt werden könnten –, jedoch sorgten sich einige Ausschussmitglieder dennoch um die Zukunft der Geschäfte in den Außenbezirken. Und: „Ich möchte auch die Besitzer der Ladenlokale schützen“, verwies UWG-Ratsherr Paul-Adolf Turck unter anderem auf eine schwierigere Vermarktung der Immobilien.

„Als Schutzmechanismus für die bestehenden Geschäfte“ sah hingegen der Gutachter seine Empfehlung an, da man nicht zuletzt eine Zersiedelung sowie den Bau neuer Märkte im Außenbereich unterbinde. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker appellierte an die Politiker: „Wenn wir den zentralen Versorgungsbereich nicht beschließen, gefährden wir den Standort Innenstadt – und das hätte Nachteile für das gesamte Gemeinwesen.“

Nachdem den Politikern von verschiedenen Seiten versichert wurde, dass der gestrige Beschluss lediglich dazu diene, die weiteren, detaillierten Arbeiten angehen zu können – „wir müssen jetzt etwas anpacken und können nicht länger warten“, so CDU-Fraktionschef Peter Starke – ging es am Ende ganz schnell. Einstimmig verabschiedete der Planungsausschuss sowohl das Einzelhandelskonzept als auch die weiteren Planungen fürs Bahngelände. ▪ Kerstin Zacharias

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