Benefizkonzert in der Nicolai-Kirche

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Der Posaunenchor des CVJM Halver spielte zusammen mit dem Lüdenscheider Männerchor ein Benefizkonzert zugunsten der Nicolai-Kirche.

Halver - „Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen.“ Mit Worten von Martin Luther hieß Pfarrer Martin Pogorzelski am Sonntag in der Nicolai-Kirche zum Benefizkonzert des Lüdenscheider Männerchors und des Posaunenchors des CVJM Halver zugunsten der Kirchensanierung willkommen.

Es sei „von Anfang an eine gute und wundervolle Zusammenarbeit gewesen“, lobte er das Engagement beider Chöre bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt. Besonders den Lüdenscheidern, die sich beim Konzert für eine Kirche außerhalb ihrer eigenen Stadt stark machten, dankte er.

Prächtig aufgelegt zeigten sich die beiden Chöre bei ihrem mit Standing Ovations gefeierten Konzert. Erst nach drei Zugaben ließen die begeisterten Zuhörer den großen, stimmgewaltigen Männerchor, der unter Leitung von Stefan Scheidtweiler auftrumpfte, und die heimischen Bläser unter Volker Turck ziehen.

Es passte alles – angefangen bei der Auswahl der Lieder und Melodien, die sich gegenseitig bereicherten und ergänzten, bis zum hohen Niveau der Ausführung. Im Wechsel gewährten die Chöre vor voll besetzten Rängen Einblick in ihr breit und facettenreich aufgestelltes Repertoire. Als Botschafter anspruchsvollen, ausgefeilten Chorgesangs präsentierten sich die Lüdenscheider beim Konzert.

Die Musik war mal fesselnd, mal berührend - und immer mitreißend

A cappella und mit Klavierbegleitung brachten sie Lieder aus einem Guss prägnant, ausdrucksstark und stilsicher zu Gehör. Von geistlicher Literatur bauten sie zu Volkslied, Gospel und populärer Literatur eine tragfähige Brücke. Saubere Artikulation und sorgfältige Intonation waren charakteristische Merkmale ihres fesselnden, mal berührenden, mal mitreißenden Gesangs.

Zum geistlichen Block gehörten so innige Lieder wie das „Sanctus“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert, das sich andächtig dem Heiligen näherte. Sprühend vital gelang der Jägerchor aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, der zum volkstümlichen Block gehörte.

Eine Klasse für sich war das berühmte „Jerusalem“ mit Dieter Waldhelm als frenetisch gefeiertem Solist. Auch der nach Spiritual-Art von Vorsänger (Friedhelm Kettling) und Chor dargebotene Song „All night, all day“ traf mitten ins Herz. Spontan fielen die Zuhörer bei „Tür an Tür mit Alice“ klatschend in den Rhythmus ein und trugen die Sänger auf einer Woge der Begeisterung davon.

Die Chöre meisterten den Brückenschlag zwischen alter und neuer Musik

Jede Stilrichtung beherrschte der Chor traumwandlerisch sicher. Mit präziser Zeichengebung hielt Stefan Scheidtweiler das Heft souverän in der Hand. Den Spagat zwischen alter und neuer Musik meisterte auch der Posaunenchor mit Bravour.

Mit Bläserzeichen zum Kirchentag, Chorälen, modernen Kirchenliedern und Filmmusik setzte der Posaunenchor unter der sorgsam gestaltenden Leitung von Volker Turck farbige Akzente. Rhythmische Musik wie „There’s a meeting here tonight“ von Traugott Fünfgeld mit jazzigem Einschlag lag den Bläsern ebenso wie einschmeichelnde Melodik („More like you“).

Auch besonders schön: „Lena’s Song“ aus dem Musikfilm-Drama „Wie im Himmel“ und der vielen bekannte Westlife-Song „You raise me up“.

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