Klasse 5a als Schauraum: Testphase hat begonnen

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Verwaltungsmitarbeiter Kai Hellman vor dem interaktiven Whiteboard, das Lehrern und Schülern eine ganz neue Art der Unterrichtsgestaltung ermöglichen soll. - Fotos: Domke

Halver - Leer und leise war es am Vortag noch im neuen Klassenraum der 5a der Realschule. Doch schon ist der Raum mit Leben gefüllt, und Schüler als auch Lehrer dieser Klasse haben nun als erste die Möglichkeit, sich mit den Neuerungen bekannt zu machen. Denn der Klassenraum der 5a ist der neue Schauraum der Sekundarschule, die im kommenden Jahr errichtet werden soll.

Anders als die bisherigen Klassenräume sieht der Schauraum der Sekundarschule, die auch unter dem Arbeitstitel Humboldtschule bereits einigen bekannt sein dürfte, in jedem Fall aus. Dort, wo früher die große, grüne Tafel hing, kann der Lehrer heute an einer elektronischen Tafel, dem sogenannten Whiteboard, seinen Unterrichtstoff visualisieren. Das Board ist verbunden mit dem Internet und einem Beamer, ausgearbeitete Materialien können im Klassenzimmer ausgedruckt werden und auch an den Anschluss für einen USB-Stick wurde gedacht. „Moderner ist dieser Humboldtschulen-Klassenraum“, sagt Verwaltungsmitarbeiter Kai Hellmann von der Stadt Halver, „und interaktiver. Ganz im Sinne des pädagogischen Konzeptes dieser Schule.“ Einzeltische mit ergonomischen Stühlen stehen nun dort. So kann jederzeit die Sitzordnung an Lerngruppen und Unterrichtsweisen angepasst werden. Im Sinne der Inklusion gibt es zudem bewegliche Stühle und neigbare Tische, die die Lernsituation für jeden Schüler optimieren sollen.

Neu ist auch das Tafelsystem an der Gangseite des Raumes. Vier Tafeln und eine Leinwand hängen an Leisten, können abgenommen, gedreht, verschoben und in der Höhe verstellt werden. Diese wurden - anders als das interaktive Whiteboard - nicht neu für den Schauraum angeschafft, sondern stammen aus dem Fundus der Förderschule an der Susannenhöhe, die Ende des vergangenen Schuljahres aufgelöst wurde.

In offenen Schränken findet nicht nur jeder Schüler seine eigene Kiste, in der er Bücher und Hefte verstauen kann. Sie dienen gleichzeitig als Raumteiler. „Lerngruppen und die Beschulung an Einzeltischen sind Merkmale der Sekundarschule. Wir wollen weg vom Frontalunterricht und hin zur Individualität“, betont Hellmann.

12 000 Euro hat die Ausstattung des Schauraumes gekostet, mit 5000 Euro schlägt allein das interaktive Whiteboard zu Buche. Sollte die Humboldtschule im kommenden Jahr an der Start gehen, sollen natürlich alle Räume im Sinne des pädagogischen Konzeptes ausgestattet werden. Am Tag der offenen Tür und im Rahmen der Infoabende sollen Eltern und Interessierte die Möglichkeit bekommen, den Schauraum genau unter die Lupe zu nehmen und all ihre Fragen an das Expertenteam zu richten. Bis dahin befindet sich der Schauraum in der Testphase. Und wer könnte ein besseres Urteil abgeben, als die Schüler selbst.

Tag der offenen Tür am Samstag, 13. September, von 10 bis 14 Uhr im Schauraum in der Realschule. Am 1. September Infoabend für die Eltern der Lindenhofschüler um 18 Uhr und für die Eltern der Grundschüler „Auf dem Dorfe“ um 20 Uhr in der Aula des AFG. Infoabend für die Eltern der Grundschüler in Oberbrügge am 2. September um 18 Uhr im Bürgerhaus. Elterabend auf griechisch und türkisch am 4. September um 18 Uhr im Schauraum in der Realschule.

Von Friederike Domke

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