Schnelles Internet: In diesem Jahr Förderantrag stellen

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So sieht ein Verteilerpunkt aus, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. In vielen ländlichen Lagen Halvers fehlt davon noch jede Spur.

Halver - Das Thema „Breitbandversorgung“ steht in Halver immer wieder mal auf der Tagesordnung. Denn die Stadt sieht in der Versorgung „mit Breitbanddiensten einen wichtigen Auftrag im Sinne der Daseinsvorsorge“. Dazu sollen die Fördertöpfe „Breitbandversorgung ländlicher Raum“ und „Breitbandversorgung von Industrie- und Gewerbegebieten“ angezapft werden.

Um in den Genuss von Fördermitteln zu gelangen, müssen aber die vorgeschriebenen Verfahrensschritte eingehalten werden. Einer davon ist ein Markterkundungsverfahren, das von der Stadt für Schwenke/Hohenplanken, Glörfeld/Buschhausen sowie Heesfeld/Oeckinghausen durchgeführt wurde - mit dem Ergebnis, dass kein Netzbetreiber bereit ist, in den nächsten drei Jahren ohne öffentliche Zuschüsse eine flächendeckende Breitbandversorgung in den genannten Orten auszubauen.

Nun wird von der Stadt ein „offenes und transparentes Auswahlverfahren“ durchgeführt. Das heißt, es wird ein Netzbetreiber gesucht, der bereit ist, für die Breitbandversorgung zu sorgen und dabei einen Beihilfe-Betrag erhält, mit dem die nachgewiesene Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen werden kann. Die Quote für die Fördergelder (Beihilfe-Betrag) liegt für Stärkungspaktkommunen - also für Halver - bei bis zu 90 Prozent.

Auf Seiten der Stadt ist man zuversichtlich, wie Verwaltungsmitarbeiterin Ramona Ullrich gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger erklärte, noch in diesem Jahr einen Förderantrag stellen zu können. Auch hinsichtlich der Versorgung der Gewerbegebiete, so Ullrich weiter, befinde man sich im intensiven Austausch mit der Bezirksregierung.

Die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet wird auch von den Fraktionen der SPD und UWG als „einer der wichtigsten Bausteine einer zukunftsfähigen Infrastruktur“ und als entscheidender Standortfaktor für Halver gesehen. Das Thema soll daher bei einer Informationsveranstaltung aufgegriffen werden. Dazu wurden Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, und Thilo Deckert von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Märkischer Kreis als Referenten gewonnen.

Beide werden, so heißt es in der Einladung zu dieser Veranstaltung, die am kommenden Dienstag, 8. September, ab 19 Uhr im Kulturbahnhof stattfindet, über die verschiedenen Fördermöglichkeiten informieren. Natürlich werde es in ihren Ausführungen auch um die Rolle der Stadt Halver in diesem Prozess gehen. Schließlich gehört auch die technische Umsetzung der Breitbandversorgung und die verschiedenen Alternativen sowie deren Zukunftsfähigkeit zum Inhalt der Vorträge.

Zu dieser Veranstaltung, die am kommenden Dienstag von SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Brosch moderiert wird, sind natürlich alle interessierten Halveraner eingeladen. Sie werden dann an dem Abend auch noch vom SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas über den Stand der Dinge in Sachen Freifunk informiert.

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