Begegnung und Dialog

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Im Rahmen der Moscheeführung konnten die Besucher auch Fragen stellen. Dabei wurde unter anderem die Bedeutung der Gebetsketten erklärt.

Halver -  Führung durch die Moschee, Freitagspredigt auf Türkisch und Deutsch sowie ein öffentliches Freitagsgebet: Beim „Tag der offenen Moschee“ gewährte die türkisch-islamische Gemeinde am Freitag Besuchern einen Blick hinter die Kulissen ihres Gemeindealltags.

Von Monika Salzmann

Unter dem Motto „Soziale Verantwortung – Muslime für die Gesellschaft“ öffnete die Gemeinde zu Gesprächen, Begegnung und Dialog ihre Pforten. Ziel und Anliegen des Aktionstags war es, Besuchern grundlegende Informationen über den Islam zu geben und – so die beiden Vorstandsmitglieder Murat Sivrikaya und Nihat Keles in ihrer Begrüßung – Einblick in die Vielfalt des muslimischen Lebens zu gewähren.

Zur Einführung ins Thema stellte Sezai Ali Sivrikaya aus der Jugend der Gemeinde den Halveranern in einem kompakten Vortrag die vielfältigen Aktionsbereiche, in denen Muslime in Deutschland soziale Verantwort übernehmen, vor. Ausgehend von der zentralen Aussage „Der Beste unter den Menschen ist derjenige, der seinen Mitmenschen am nützlichsten ist“ (Mohammed) ging er auf die Verantwortung von Muslimen gegenüber Familie, Verwandten und Nachbarn sowie gegenüber der Allgemeinheit ein. Die Bedeutung der Moschee als Mittelpunkt des religiösen Lebens, ehrenamtliche Arbeit wie Hausaufgabenbetreuung oder Sprach- und Integrationskurse und vieles mehr kamen zur Sprache.

Besonderen Stellenwert erhielt im Vortrag das Kurbanfest (Opferfest), das jedem Moslem die Dringlichkeit sozialer Verantwortung Jahr für Jahr vor Augen führt. Bei der Führung durch die im Mai diesen Jahres eröffnete neue Moschee an der Schützenstraße lernten die Besucher den Gebetsraum als Zentrum der Versammlungsstätte kennen. Dass der Imam die Freitags- und Feiertagspredigten von der Predigtkanzel aus hält, die Gebetsnische mit ihrer symbolischen Andeutung des Durchgangs nach Mekka die Gebetsrichtung in der Moschee anzeigt und vieles mehr wurde bei der Moscheeführung erklärt. An der Vortragskanzel, der Gebetsufergalerie – Platz des Muazzins während des Gebets – und der Gebetszeiten-Anzeige machten Gastgeber und Besucher Halt. Bei der Führung unterstützte Burak Solmaz die Vorstandsriege.

Fragen aus Besucherreihen, die auf Gebetsketten („Eine Gebetskette ist fast identisch mit dem Rosenkranz“), Gebetszeiten und ihre Einhaltung, die indische Herkunft des grünen Marmors der Gebetsnische und vieles mehr abzielten, beantworteten die Verantwortlichen im Detail. Zur Freitagspredigt, die für die deutschen Besucher eigens auf Deutsch zusammengefasst wurde, füllte sich der Gebetsraum mit Gläubigen. Wer wollte, konnte darüber hinaus beim Freitagsgebet zuschauen.

Zur Stärkung hatten die Frauen ein großes Büffet mit süßen und herzhaften türkischen Spezialitäten vorbereitet.

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