Beeindruckendes Vorstrafenregister

HALVER ▪ Immer wieder war der 47-jährige Mann aus Halver seit 1980 ohne Führerschein unterwegs gewesen – und wurde des Öfteren erwischt. Stolze 30 Eintragungen enthielt gestern Morgen am Landgericht in Hagen bei der Verlesung sein Vorstrafenregister, darunter neben dem Fahren ohne Fahrerlaubnis mehrfach Betrügereien, Beleidigungen, Diebstahl und Bedrohung.

Die letzte Verurteilung, gegen die der 47-Jährige Berufung einlegte, über die gestern Morgen in Hagen entschieden werden sollte, war ein Urteil des Amtsgerichts Lüdenscheid wegen erneutem Fahren ohne Führerschein.

Der Lüdenscheider Richter hatte den Mann im November des vergangenen Jahres zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt, da er der Polizei wieder einmal ins Netz gegangen war, dieses Mal bei Rendsburg gleich in der Nähe der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Der 47-Jährige hatte am Amtsgericht in Lüdenscheid bereits gestanden und eingeräumt, ohne „Lappen“ unterwegs gewesen zu sein.

Knackpunkt für das Gericht: Kurz vor der Tat war der Mann aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Lüdenscheider Richter hatte den Wiederholungstäter zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt. Der 47-Jährige sollte hinter Gitter, legte wohl in der Hoffnung, noch einmal Bewährung zu bekommen, Berufung gegen diese Entscheidung des Gerichts ein.

Der Halveraner erschien dann aber nicht einmal mehr zu seiner gestrigen Verhandlung am Landgericht in Hagen. In seiner Abwesenheit verwarfen die Richter die Berufung. Das Lüdenscheider Urteil ist demnach jetzt rechtskräftig, und der 47-Jährige muss, trotz aller geäußerten Pläne, wieder eine Fahrschule zu besuchen, die vier Monate absitzen, bevor er sich wieder hinter das Steuer eines Autos setzen kann. ▪ gran

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