Bürgerbus-Frauen basteln für Basar

Beim Treffen der der Gruppe „BB-Kreativ“ wird gestrickt, gemalt, gebastelt und genäht. Beim Basar sollen die Artikel verkauft werden. - Foto Pfannschmidt

HALVER - Sie nennen sich „BB Kreativ“ und entwickeln zur Zeit eine enorme Energie für ein selbst gestecktes Ziel. Noch rund elf Wochen sind es bis zum großen „Debüt“ - und schon jetzt biegen sich die Tische, weiß das Auge gar nicht, wo es zuerst hinschauen soll. „In den Schränken haben wir mehr“, wird verraten und „vieles ist noch in Arbeit“. Alles soll beim geplanten Basar am Freitag, 1. November, in den Räumen des Bürgerzentrums „Am Park“ angeboten werden.

Es war die Idee von Angelika Starink, solch einen kreativen Kreis zu gründen, und knapp ein Dutzend Frauen ist direkt darauf eingegangen. Ohne eine „Kaffee-Klatsch-Runde“ ganz zu verachten, wollten sich die Ehefrauen oder Lebenspartnerinnen der Bürgerbus-Fahrer einer sinnvollen Aufgabe zuwenden. „Und damit auch das Zusammengehörigkeits-Gefühl derjenigen stärken, die selbst nicht den Bürgerbus fahren“, wird betont.

Seit Januar dieses Jahres treffen sich nun die Frauen regelmäßig an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats um 16 Uhr in den Räumen des Bürgerbusvereins unterhalb des Bürgerzentrums. „Schon nach dem zweiten oder dritten Treffen blieb uns selbst die Spucke weg, als wir sahen, was diese und jene unter uns kann“, war eine frühe Erkenntnis, die allein schon sehr motivierend war. Es wurde und wird gemalt, gestrickt, gebastelt, gestickt, genäht oder Gebrauchsgegenstände für kleine Kunstwerke zweckentfremdet. Alles mit überraschendem Einfallsreichtum. „Wir haben uns bei der Arbeit auch gegenseitig inspiriert“, so eine Erfahrung dieser Gruppe.

Die Produktion reicht von gehäkelten Baby-Ballerinas über Keilrahmenbilder, Liköre, Schmuck, Marmeladen und Handschuhe für Verliebte bis zu Backmischungen im Glas nach dem Vorbild der Sandspiele. So hat zum Beispiel Marlies Kahlert Stoff-Taschen unterschiedlicher Größen genäht, die den Vergleich mit professioneller Fertigung nicht zu scheuen brauchen, oder Heidi Diebschlag Julkulor dicke Weihnachtskugeln mit traditionellen schwedischen Strickmustern fabriziert. „Socken stricken wir nur auf Bestellung“, wird mit einem Augenzwinkern erklärt. Auf Wunsch werden aber auch Acrylbilder mit „eingelegten“ Kopien alter Dokumente der Stadt Halver oder aus der Familie gefertigt.

Und - Alice Schwarzer lässt grüßen - während die Frauen am Tisch arbeiten, diskutieren und auch Kaffee trinken, besorgt Jürgen Blankenagel Stoffmuster, sägt Gerd Brüggendieck Häuser aus Holz, die unter den Händen der Frauen zu Häuschen für ein Weihnachtsarrangement werden, und spült Klaus Starink das Geschirr. „Wir sind übrigens kein geschlossener Kreis, sondern offen für andere, die auch gerne kreativ mitarbeiten möchten“, laden die Frauen ein.

Am 25. August veranstaltet der Bürgerbusverein einen internen Frühschoppen, bei dem die Produktion präsentiert werden soll. „Um ein Stimmungsbild zu bekommen, und um zu sehen, wie die Sachen ankommen.“

An Allerheiligen, 1. November, werden in der Zeit von 10 bis 17 Uhr die Artikel beim Basar auf der Basis einer humanen „Mischkalkulation“ angeboten. Außerdem soll es dann Kaffee und Kuchen für die Besucher geben. Wer möchte, kann auch vom Angebot der Fahrer Gebrauch machen, und sich vor oder nach dem Basar zum Friedhof und wieder zurück bringen lassen.

Von Yvonne Pfannschmidt

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