Stillstand auf der Heerstraße

Baustelle in Oberbrügge ruht - das ist der Grund

Die Baustelle in Oberbrügge ruht
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Gestapelte Schalungselemente in Oberbrügge: Einem Arbeiter fiel ein Element auf den Fuß. Er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Seine Kollegen wurden für diese Woche nach Hause geschickt.

Die Baustelle in Oberbrügge ruht - Hintergrund ist ein schwerer Arbeitsunfall.

Oberbrügge - Am Montag verletzte sich ein Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens Adolf Koch aus Reichshof auf der Baustelle in Oberbrügge schwer. Ihm fiel ein Schalungselement aus Metall auf den Fuß. Die Baustelle ruht seitdem. Das bestätigt auf Anfrage sowohl das Tiefbauunternehmen als auch die Stadt.

Zum Unfallort rückten am Montag zwei Rettungswagen an. Das sorgte für Aufsehen in der Nachbarschaft. Die Nachricht von „mehreren Schwerstverletzten“ machte die Runde – und von einer Stilllegung der Baustelle durch die Berufsgenossenschaft. Fakt ist, dass „nur“ ein Mitarbeiter verletzt wurde – und dass die Baustelle derzeit nur deshalb ruht, damit sich die Mitarbeiter von dem Schock erholen können. Am Brückentag Freitag wäre ohnehin nicht gearbeitet worden. Am Montag sollen die Arbeiten planmäßig weiterlaufen.

Arbeiten sollen dennoch planmäßig abgeschlossen werden

Man habe eigenverantwortlich reagiert, heißt es seitens des Tiefbauunternehmens. Im Fokus stehe jetzt der Mitarbeiter. In Kenntnis gesetzt wurde darüber auch umgehend die Stadt. Bürgermeister Michael Brosch bedauert den Unfall, ist aber froh, dass nicht Schlimmeres passiert ist.

Bauamtsleiter Michael Schmidt ist zuversichtlich, dass die Baumaßnahme planmäßig abgeschlossen werden kann und zumindest nicht von diesem Vorfall beeinflusst wird. Schlechtes Wetter könne ebenfalls zu Verzögerungen führen. Für einen Unfall habe man vollstes Verständnis.

Auch wenn Unfälle zum Berufsrisiko gehören, wie es vonseiten des Tiefbauunternehmens aus Reichshof heißt, versuche man, alle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um diese zu verhindern. Im Falle eines Unfalls jedoch ist die Berufsgenossenschaft immer involviert. Sie kann Tätigkeiten einstellen, aber keine Baustelle sperren, wie Birte Hagedorn, Pressesprecherin der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, sagt. „Wir kümmern uns um die Rehabilitation und die Entschädigung“, erklärt Hagedorn. Aber auch um die Prävention.

Berufsgenossenschaft kontrolliert standardmäßig

Wenn, wie jetzt in Oberbrügge, ein Unfall passiert, schaut sich eine Aufsichtsperson der BG die Baustelle an, lässt sich den Unfallhergang erläutern und prüft, ob alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden. Auch, um Schlüsse für ein besseres Verhalten auf der Baustelle ziehen zu könne, damit sich so ein Vorfall nicht noch einmal ereignet. Im Falle einer Nichteinhaltung der Maßnahmen verhängt die BG Bußgelder, sagt Birte Hagedorn.

Im Fall Oberbrügge machte sich die Genossenschaft mittlerweile ein erstes Bild von der Unfallstelle – ob tatsächlich Missstände oder eine Verkettung unglücklicher Ereignisse zu dem Unfall geführt haben, steht allerdings noch nicht fest.

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