Baumverein: Kritik an Plänen für Stadtpark

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Brigitta Helfrich, Thomas Bette und Martin Halbrügge (von links) vom Baumverein übergaben Bürgermeister Eicker eine Stellungnahme zur Gestaltung des Stadtparks.

HALVER -  Das Konzept zur Gestaltung des neuen Stadtparks rund um Rathaus und Wippermann-Villa hat den Baumverein auf den Plan gerufen. Der Entwurf des Gewinners des Realisierungswettbewerbes, das Kasseler Büro Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten (GTL), hatte bei den Baumfreunden Fragen aufkommen lassen.

„Die Pläne stimmen nicht überein“, ist ihre Erkenntnis nach einem Abgleich mit dem Katasterplan der Stadt. Alter und erhaltenswerter Baumbestand sei teilweise gar nicht im Entwurf zu finden, Standorte nicht korrekt eingezeichnet.

Bei einer Kritik wollte es der Verein aber nicht belassen. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker übergaben sie jetzt eine detaillierte Stellungnahme zur Gestaltung der Grünanlage mit dem Wunsch, ihre Vorschläge in die weiteren Planungen einfließen zu lassen.

Wie bereits berichtet, hatte sich der Baumverein vor kurzem von Peter Kaczor vom Fachbereich Bauen und Wohnen den Entwurf näher erläutern lassen. Dieser sei im Hinblick auf den Erhalt wertvoller Bäume zu überprüfen, und in Teilbereichen grundsätzlich zu überarbeiten, befanden die Baumfreunde und machten sich an die Arbeit einer Stellungnahme mit Foto-Dokumentation.

Diskussionsbedarf sieht der Baumverein insbesondere beim Eingangsbereich der Schieferhäuser, der Wegeplanung Ecke Frankfurter/Schulstraße – Villa Wippermann, der Lindenreihe südlich vom Rathaus, der Bebauung und Gestaltung entlang der Mittelstraße sowie der Bebauung des heutigen Rathausparkes. Zu jedem der fünf Punkte werden Vorschläge unter Berücksichtigung der geplanten „Sichtachsen“ und mit Blick auf den Erhalt des wertvollen Baumbestandes gemacht. Zur Stellungnahme der Baumfreunde gehört auch ein Katasterplan, auf dem die in drei Kategorien eingestuften Bäume gekennzeichnet sind. Die Kategorien sind: Unbedingt erhaltenswert, bedingt erhaltenswert sowie Pflegebedarf, beziehungsweise Eingriff möglich.

Der Bürgermeister, der trotz seines Urlaubs erschienen war, betonte, dass das Konzept zwar vom Rat beschlossen worden sei, die Planung aber noch nicht begonnen hätte. Die Details sollen mit dem Kasseler Büro noch überarbeitet werden. Er fand es wichtig, dass sich der Baumverein früh zu Wort melde, und so noch über Einwände und Vorschläge nachgedacht werden könne. Eicker versprach, die Ausarbeitung als Unterlage in den Planungsprozess einzubringen. - iwo

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