Baumverein beginnt mit Arbeiten am Naturlehrpfad

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Von der Hubarbeitsbühne aus kürzt Thorsten Drübert Äste und schneidet das tote Holz aus den Bäumen entlang des geplanten Naturlehrpfades ab.

HALVER -  Geplant ist er schon seit einiger Zeit: Der neue Naturlehrpfad Eichelkamp. Mit entsprechender Beschilderung sowie diversen Verweil- und Aktivitätsangeboten soll im Bereich zwischen Falkenstraße und der Hälver Alt und Jung der Lebensraum Wald erschlossen, die Schönheit der Natur in Halver gezeigt werden.

Von Yvonne Pfannschmidt

Am Freitag hat der Verein zur Förderung der Bäume in Halver mit der Umsetzung seines Vorhabens begonnen.

Schon Anfang des Jahres hatten sich die Baumfreunde auf den Weg gemacht und den Rundweg von etwa drei Kilometern unter die Lupe genommen. Genau genommen nur die Hälfte der Strecke, um eine Art Bestandsaufnahme zu machen – von der Kreuzung Linger Weg/Zaunkönigweg durch den Wald und lichte Abschnitte am ehemaligen „Schwanenteich“ vorbei bis zum einstigen Waldlehrpfad. Die geeigneten Bäume, Sträucher, Pflanzen und Totholz wurden aufgelistet, für die entsprechende Informationsschilder angefertigt werden sollen.

Bevor diese jedoch entweder selbst hergestellt oder bestellt werden, müssen baumpflegerische Maßnahmen durchgeführt werden. Und damit wurde am Freitag begonnen. Thorsten Drübert war dort mit einer Hubarbeitsbühne im Einsatz, um an den gekennzeichneten Bäumen die nötigen Arbeiten vorzunehmen. „Um der so genannte Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, erklärt Baumvereins-Mitglied Thomas Bette, der ihm bei diesen Arbeiten hilft. Dieser Pflicht müsse der Baumverein nachkommen, weil er den Weg-Status durch die Ausweisung als Lehrpfad ändere.

Am Freitag wurde unter anderem eine 26 Meter hohe Erle um sechs Meter gekürzt, weil in dem darunter liegenden verhältnismäßig dünnen Stamm mehrere Specht-Löcher sind. In einem davon war ein Nest („vermutlich eines Siebenschläfers“, so die Baumexperten), in dem sich übrigens ein Nylon-Damenstrumpf fand. Zu lange Äste über dem Weg und totes Holz wurden noch aus weiteren drei Eichen und einer Zitterpappel geschnitten.

In der kommenden Wochesollen die Arbeiten fortgeführt werden.

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