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Bauhof nutzt neue Methode gegen Unkraut 

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Von: Thilo Kortmann

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Mit Heißwasser gegen Unkraut: Bauhof setzt auf 99 Grad heißes Wasser bei der Unkrautbekämpfung.
Mit Heißwasser gegen Unkraut: Bauhof setzt auf 99 Grad heißes Wasser bei der Unkrautbekämpfung. © Thil Kortmann

Stefan Dettlaff, Mitarbeiter des Bauhofs, arbeitet mit einer Düse, aus der 99 Grad heißes Wasser spritzt. An diesem warmen Tag ist sein Arbeitsort das Plateau des Aussichtsturmes in Halver. Seit diesem Jahr setzt der Bauhof bei der Beseitigung von Unkraut auf heißes Wasser statt auf den Freischneider.

Der Grund ist eine effizientere und langfristigere Entfernung von lästigem Grünzeug zwischen Bordsteinen, Pflastersteinen, an Straßen und Regenrinnen. „Seitdem wir mit heißem Wasser Unkraut bekämpfen, müssen wir seltener die Arbeit verrichten“, erklärt Dettlaff. Mit dem Freischneider, sagt er, habe man alle zwei Wochen lästiges Grün entfernen müssen.

Heißwasser gegen Unkraut

Zu Beginn muss das heiße Wasser alle drei bis vier Wochen gespritzt werden. Mit der Zeit lässt das Wachstum des Grüns nach. „Die Heißwassermethode soll so wirksam sein, dass eventuell bald an den bearbeiteten Stellen gar kein Grünzeug mehr nachwächst“, sagt er. Je öfter man das Heißwasser spritze, umso geringer werde der Nachwuchs. Wichtig bei der Arbeit sei, dass die Stellen langsam bespritzt werden, damit die Hitze ordentlich in die Wurzeln ziehen könne und diese dann absterben.

20 000 Euro hat das Gerät gekostet. „Es gibt noch größere und teurere Geräte dieser Art“, sagt Klaus Ostermann, Baubetriebshof-Leiter. Die kommen beispielsweise auf großen Parkflächen zum Einsatz. Da der Bauhof erst seit knapp drei Wochen die Wasser-Methode einsetzt, habe man nur Vergleichswerte aus den anderen Kommunen. „Laut dieser Werte geht der Wachstum des Unkrauts an den mit Heißwasser bearbeiteten Stellen deutlich zurück.

Methode wie mit einem Wasserkocher

„Das Prinzip ist nicht anders, als Wasser mit dem Wasserkocher zu erhitzen“, sagt er. Deshalb könne man diese Methode auch privat einsetzen, fügt er hinzu. Zum Beispiel wenn der ein oder andere Löwenzahn in der Garageneinfahrt stört. Die Arbeit mit dem erhitzten Wasser hat auch noch andere Vorteile:

Bauhof-Mitarbeiter Stefan Dettlaff arbeitet neuerdings mit dem großen Heißwassergerät gegen das Unkraut.
Bauhof-Mitarbeiter Stefan Dettlaff arbeitet neuerdings mit dem großen Heißwassergerät gegen das Unkraut. © Thilo Kortmann

„Bei der Unkrautbekämpfung an Straßen haben wir vorher auch Werkzeuge wie die Drahtbürste eingesetzt. Damit hat immer die Gefahr bestanden, Autos und andere Fahrzeuge zu beschädigen. Mit Wasser kann das nicht mehr passieren“, erklärt Ostermann. Bereits seit den 70er-Jahren wird beim Bauhof bei der Unkrautbeseitigung auf Chemie verzichtet.

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