Baugrundstücke wieder mehr gefragt

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Das Neubaugebiet Lütgenheide füllt sich zusehends mit Neubauten.

HALVER ▪ Weder ist klar, wie viele neue Grundstücke es im geplanten Baugebiet Waldweg geben wird, noch wann genau es mit der Erschließung los geht. Dennoch scheinen die Flächen alles andere als ein Ladenhüter zu werden. Kämmerer Markus Tempelmann hat auf einer Warteliste bereits 20 Interessenten stehen, die am Waldweg bauen wollen.

Für die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) hat das Warten auf eine Belebung am Häusermarkt außerdem ein Ende. Im Baugebiet Lütgenheide konnten seit dem jüngsten Geschäftsbericht drei weitere Grundstücke verkauft werden.

Auswahl gibt es in Halver bislang noch reichlich. Neben den bereits erschlossenen WHS-Baugebieten Lütgenheide (noch 16 Grundstücke) und Neuer Herweg (14 freie Grundstücke) wird voraussichtlich im Frühjahr das Projekt Waldweg hinzukommen, wo 22 bis 25 Grundstücke auf Erbpacht von der Stadt auf den Markt gebracht werden. Kämmerer Markus Tempelmann, der hier als Verkäufer auftritt, geht davon aus, dass noch mehr als die bislang 20 Aufgelisteten ihr Interesse bekunden werden. Als „nicht unüblich“ sieht er die bisherige Resonanz auf das Vorhaben. Außerdem sei die Aufführung in der Warteliste für die Interessierten „völlig unverbindlich“.

Dass die Grundstücke nur auf Erbpacht zu erwerben sind, sieht der Kämmerer nicht als Problem an. Es habe Vor- und Nachteile. „Man spart sich die Tilgungszinsen für das Grundstück“, führt er eine „willkommene Entlastung“ für Bauwillige an. Hinzu kämen grundsätzlich für alle Häuslebauer aktuell die guten Konditionen bei der Wohnbauförderung und niedrige Baukreditzinsen.

Obwohl die Stadt mit dem Gebiet Schmittenkamp in Oberbrügge ein weiteres Neubaugebiet ins Auge gefasst hat (wir berichteten), soll das Vorhaben vorerst zurückgestellt werden. Erst müssten das Gebiet Waldweg und das Bahngelände erschlossen werden, lautet die Marschrichtung. „Man darf nicht zu viele Flächen auf einmal auf den Markt werfen“, will Tempelmann die Verkaufspreise nicht kaputt machen. Ob das Baugebiet Waldweg sich noch vor den WHS-Neubaugebieten mit Neubürgern füllen wird, darüber will Tempelmann keinen Vergleich anstellen.

Nach einer langen Durststrecke für die Wohnungsgesellschaft bemerkt Dorothee Fruntke jetzt wieder, dass die Nachfrage nach Baugrundstücken steigt. „Die sichere Arbeitsstelle ist entscheidend“, weiß sie um den ausschlaggebenden Grund, dass die WHS wieder mehr Grundstücke verkauft. Auch die Zinssituation sei günstig. Es gebe aktuell weitere Interessenten für die „Lütgenheide“ und den „Neuen Herweg“. „Im Moment sind wir zufrieden“, freut sich Fruntke. Eine Prognose, wann die restlichen Grundstücke verkauft und womöglich der dritte Teil der Erschließung des Bereichs Neuer Herweg in Angriff genommen werden kann, will sie angesichts der Erfahrungen nicht abgeben. ▪ Marco Fraune

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