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Die Weihnachtstrecker im MK fahren wieder

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Von: Monika Salzmann

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Weihnachtstrecker MK Halver Schalksmühle Lüdenscheid
Weihnachtstrecker sind wieder in Halver unterwegs. © Jakob Salzmann

Die Weihnachtstrecker fahren wieder! Wie Organisator Heiner Born mitteilt, ist die Demo-Lichterfahrt der Landwirte für Samstag, 17. Dezember, geplant. Welche Route der Korso nehmen kann, wird derzeit noch mit der Polizei geklärt.

Halver - Motto der Lichterfahrt, die wunderschön anzusehen ist, aber einen ernsten Hintergrund hat, ist wie im Vorjahr der Slogan „Ein Funken Hoffnung“. Die Botschaft dieses Slogans habe nicht an Bedeutung verloren, „nein, sie bekommt jeden Tag mehr Dringlichkeit!“, formulieren die Landwirte in einer Pressemitteilung, die zu transportieren Heiner Born sehr wichtig ist. „Mittlerweile wollen wir nicht nur der Bevölkerung einen Funken Hoffnung bringen. Wir Landwirte brauchen diese Hoffnung ebenso, denn wir werden systematisch dazu gezwungen, eine Hoftür nach der anderen zu schließen.“

Betriebe, die seit Hunderten von Jahren innerhalb der Familie von einer Generation an die nächste vererbt wurden, gingen daran zugrunde. „Die Landwirtschaft hat eine der höchsten Suizidraten in Deutschland“, heißt es in der Mitteilung. Seit Jahren würden die Bauern für den Erhalt der deutschen Landwirtschaft kämpfen. Es gelte, Politik nach wissenschaftlichen Fakten und nicht nach ideologischen Motiven zu betreiben. „Wir fordern zudem, dass der Lebensmitteleinzelhandel uns fair und gerecht bezahlt, allein schon aus Umweltschutzgründen.“

Regional müsse vor international gehen. „Da NGOs, Politik und Medien dem Verbraucher aber seit Jahren suggerieren, dass die deutsche Landwirtschaft ganz fürchterlich sei, sind deutsche Produkte natürlich nicht ‚das Gute’, das so nah liegt.“ Stattdessen würden Produkte aus Ländern am anderen Ende der Welt und Ländern, in denen Pflanzenschutzmittel verwendet werden, die hierzulande zu Recht seit Jahrzehnten verboten sind, verkauft. Von Menschenrechten ganz zu schweigen. „So ergibt sich, dass der ‚Funken Hoffnung’, welcher völlig unpolitisch begann, jetzt eine politische Bedeutung bekommt: Ja, wir Landwirte brauchen einen Funken Hoffnung!“

Notwendig sei Unterstützung „gegen völlig irrsinnige Ideologien.“ Schweren Herzens hätten sich die Landwirte dazu entschlossen, in diesem Jahr keine Geschenke zu verteilen. Angesichts gestiegener Verkaufspreise im Einzelhandel und der eigenen prekären Lage sei es nicht mehr möglich, „über 30 000 Schokonikoläuse in ganz NRW zu verteilen.“ Die Spenden, die den Funken sonst möglich gemacht hätten, seien weniger geworden. Trotz allem wollen die Landwirte auch in diesem Jahr ihre Trecker schmücken und Jung und Alt ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die geplante Tour

Die Landwirte aus Halver und Umgebung haben ihre Tour geplant, sie muss nur noch von der Polizei abgesegnet werden. Wenn alles klappt, ist Folgendes geplant: Die etwa 55 Trecker starten in Breckerfeld. Von dort aus geht es an der Glörtalsperre vorbei bis zum Seniorenheim Reeswinkel in Schalksmühle. Nach einem kurzen Stop fährt die Kolonne weiter nach Halver zum Seniorenzentrum Bethanien. Aufgrund der Brückensperrung wird das SOS-Kinderdorf in Lüdenscheid in diesem Jahr gar nicht angefahren. Es bleibt also bei Breckerfeld, Schalksmühle und Halver.

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