Basar lockt mehrere hundert Schnäppchenjäger

Alt gegen Neu: Die zehnjährige Ida hat ihre alten Puppen und Spiele verkauft, um sich neues Spielzeug zu kaufen. Sie war am Samstag eine von 40 Verkäufern auf dem Basar der Kindertagesstätte St. Nikolaus. ▪ Weber

HALVER ▪ Mehr Besucher, mehr Verkäufer, mehr Qualität – am Samstag hat der Förderverein der katholischen Kindertagesstätte St. Nikolaus zu seinem bislang größten Basar ins Autohaus Langenscheid eingeladen. Mehrere hundert Besucher kamen zum stöbern, feilschen und schlemmen.

„Hier ist voll viel los“, sagt Ida. Die zehnjährige hat zusammen mit ihrem Vater einen Stand aufgebaut. Sie verkauft alte CD’s, Spiele und Puppen – und das Geschäft läuft gut. „Ein paar Sachen habe ich direkt am Anfang verkauft“, erzählt Ida. Im Handeln habe sie schon Erfahrung, das sei nämlich nicht ihr erster Basar.

Die zehnjährige Halveranerin ist eine von 40 Teilnehmern. „So viele Tische hatten wir noch nie“, sagt Anja Schäfer vom Förderverein. Bereits zum fünften Mal konnte das Organisationsteam um Vorsitzende Inga Wallmann das Auto- in ein Kaufhaus verwandeln. „Das ist einfach ideal“, meint Kita-Leiterin Petra Dörenbach. Neben einer riesigen Verkaufsfläche sei die Logistik optimal zu regeln. „Wir sind dankbar, dass wir unseren Basar hier veranstalten können.“

Anja Schäfer hat sich in der Zwischenzeit die Ware angesehen: „Das Angebot ist diesmal besonders gut. Ich habe sehr viele Markensachen gesehen, die sehr gut erhalten sind.“

Das sehen einige Besucher genauso. Linda Held zum Beispiel, die mit ihren zwei Kindern aus Lüdenscheid gekommen ist. „Ich habe schon ganz schöne Sachen für den Herbst ergattert. So viele Markenklamotten könnte ich mir als Alleinerziehende nicht leisten. Hier kann ich richtig zuschlagen.“

Und natürlich kommt kaum ein Besucher am Kuchenbüffet vorbei – Muffins, Torten und frisch gebackene Waffeln gibt’s zum Naschen. Eine gute Stärkung für die Gäste, eine starke Einnahmequelle für den Förderverein. Denn von den Verkäufern kommt lediglich die Standgebühr in den Spendentopf – der Rest läuft übers Kaffee- und Kuchengeschäft.

Der Erlös ist bereits verplant: Die St. Nikolaus-Kinder sollen schon bald in einem verschönerten Außenbereich spielen können. „Wir möchten unsere Sandanlage modernisieren und umgestalten“, verrät Leiterin Petra Dörenbach. Da sei das Geld gut investiert.

Und auch Ida weiß schon ganz genau, was sie mit ihren Einnahmen macht: „Ich gebe das nicht sofort aus, sondern spare es für unseren nächsten Urlaub auf. Dann kaufe ich mir ganz viele schöne Sachen“, sagt sie. ▪ Lisa Weber

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