Barrierefreies Gemeindehaus an der Marktstraße

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Dieser Bereich, so erläutern Boris Pauls (rechts) und Wilhelm Hartwich, soll einmal für die Jugendarbeit genutzt werden. Dafür werden noch bewegliche Trennwände eingebaut.

Halver - Seit rund 18 Monaten ist die Mennoniten-Brüdergemeinde Halver – deren Muttergemeinde sich in Frankenthal in der Pfalz befindet – ohne eigenes Gotteshaus. Das soll sich, so hoffen Boris Pauls und Wilhelm Hartwich und die anderen 60 Gemeindeglieder, Ende dieses Jahres ändern.

Dann sollen Um- und Anbau des eigenen Gebäudes an der Marktstraße fertig gestellt sein. Als die Mennoniten vor eineinhalb Jahren ihr Domizil an der Schützenstraße aufgeben mussten, kauften sie von der Evangelischen Kirchengemeinde das ehemalige alte Pfarrerhaus an der Marktstraße.

Im Januar des vergangenen Jahres begannen die vorbereitenden Arbeiten, so dass die Brüdergemeinde – deren Gemeindeglieder aus Halver und aus Frankenthal die Arbeiten zum größten Teil selbst durchführen – mit dem Erhalt der Baugenehmigung im Mai gleich loslegen konnte.

Auf der einen Seite hieß es, die 180 Jahre alten Holzdecken und den Dachstuhl im alten Gebäude auszubauen und durch Betondecken zu ersetzen. Andererseits bietet das Grundstück Platz für einen etwa 70 Quadratmeter großen Zwischenbau, der das Altgebäude mit dem neuen 160 Quadratmeter Saal verbindet.

Dabei wurde „an alles gedacht“: Angefangen bei der Barrierefreiheit durch einen Aufzug, über einen Mutter-Kind-Raum mit Fenstern zum Saal und Lautsprecher, bis hin zur Möglichkeit, die Glastüren zwischen Saal und Zwischenbau zwecks Vergrößerung zu öffnen.

Im ehemaligen Pfarrerhaus werden Bibliothek, Besprechungszimmer und sanitäre Anlagen im Erdgeschoss errichtet. Eine Etage höher wird es einen 120 Quadratmeter großen Raum geben, der durch bewegliche Trennwände in drei Räume für die Kinder und Jugendarbeit und einen Lagerraum aufgeteilt werden kann.

Für die Errichtung des eigenen Gemeindehauses mit Saal werden die Gemeindeglieder ihre Zeit nach Feierabend, an Wochenenden und auch im Urlaub opfern, erklärt Prediger Boris Paul. „Wir hoffen, dass wir Ende des Jahres fertig sind“, fügt Wilhelm Hartwich hinzu, der die Fäden der Bau-Organisation in den Händen hält. Die Weihnachtsgottesdienste kann die Halveraner Mennoniten-Brüdergemeinde dann vielleicht schon im eigenen Haus feiern.

„Wir werden aber auf jeden Fall einen Tag der offenen Tür veranstalten, wenn wir fertig sind, und alle einladen, sich selbst ein Bild von unserem Gemeindehaus zu machen“, fügt Boris Pauls hinzu – um sich anschließend wieder an die Arbeit zu machen.

Von Det Ruthmann

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