Barrierefrei in den ÖPNV / Noch keine Bewilligung für die Förderung

ZOB-Umbau 2021 unwahrscheinlich

ZOB Sparkasse Halver.
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Es wird knapp mit dem Umbau der ZOBs in Halver. Möglicherweise verschiebt sich die Maßnahme ins kommende Jahr.

Der Umbau der Zentralen Omnibus-Bahnhöfe (ZOB) an der Sparkasse und am Schulzentrum liegt voraussichtlich zunächst auf Eis. Für das millionenschwere Vorhaben gibt es noch keinen Bewilligungsbescheid über die beantragten Fördermittel.

Halver - Gemäß Personenbeförderungsgesetz hat die Stadt die Aufgabe, Haltestellen barrierefrei um- beziehungsweise auszubauen. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hatte der Rat bereits im März 2019 gefasst mit Priorität zunächst auf den beiden ZOB mit Gesamtkosten von rund 1,8 Millionen Euro. Etwa 400 000 Euro hätte die Stadt Halver als Eigenanteil beisteuern müssen, so die Kalkulation.

Fördertopf überzeichnet

Im Juni 2019 wurde allerdings klar, dass der Fördertopf nach dem ÖPNVG bereits überzeichnet sei. Allerdings zeigte der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe auch eine Alternative auf, die Zugang zu Mitteln unter anderem aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und weiteren Fördermöglichkeiten eröffnen würde. Die Signale in dieser Hinsicht seien positiv, sagt dazu auf Anfrage Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen bei der Stadt Halver.

Doch allein mit einem positiven mündlichen Bescheid sei ein konkreter Baubeginn noch nicht in Sicht. Denn selbst mit einer kurzfristigen Zusage könne man an den ZOB nicht sofort loslegen. Auch die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe benötigten entsprechend Zeit. In diesem Jahr sei der Baubeginn daher eher unwahrscheinlich.

Entsprechend nach hinten verschieben dürften sich dann auch die weiteren Maßnahmen, die sich aus dem Personenbeförderungsgesetz ergeben. Dann geht es den Kostenschätzungen nach um noch deutlich mehr Geld.

Neben den beiden ZOB stehen zunächst zehn von insgesamt 60 ÖPNV-Haltestellen innerörtlich sowie im Außenbereich Halvers auf der Prioritätenliste mit Gesamtkosten von 5 Millionen Euro einschließlich der beiden großen innerstädtischen Haltestellen.

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