Bahngelände: Infos zur konkreten Planung

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So wird das Bahngelände nach den Planungen von Procom Invest einmal aussehen: Rechts unten sind der Kulturbahnhof und die Bahnhofstraße zu sehen, die mit dem Tannenweg und weiter mit der Südstraße (Kreisverkehr) verbunden werden.

HALVER - Die zahlreichen Halveraner, die am Dienstag in die Aula des Anne-Frank-Gymnasiums zur Bürgerversammlung gekommen waren, konnten sich ein erstes konkretes Bild davon machen, wie es einmal auf dem Bahngelände aussehen wird. Natürlich hätten sie sich genauere Zeitangaben ebenso gewünscht wie die Informationen über die Geschäfte, die sich auf dem Areal zwischen Bahnhof-, Südstraße und Tannenweg ansiedeln werden.

Doch darüber konnten weder Michael Garstka vom Investor, dem Hamburger Unternehmen Procom Invest, oder der Kaiserslauterer Raumplaner Dietmar Schaadt, noch Franz Helmut Engel oder Arno Möllmann vom Fachbereich Bauen und Wohnen Angaben machen. Wunsch sei, so Procom-Projektentwickler Garstka, im Sommer des nächsten Jahres Baurecht zu erhalten, dann könne von einem Jahr Bauzeit ausgegangen werden.

Für den Bereich „Wohnen“ hole man sich noch einen Partner ins Boot, da es nicht das Kerngeschäft des bundesweit tätigen Hamburger Unternehmens sei. Welcher Verbraucher- sowie Drogeriemarkt und Discounter auf das Bahngelände kommen werden, vermochte Garstka noch nicht zu sagen. „Wir planen, dass wir im Februar die Gespräche abgeschlossen haben.“

Mit Hilfe von Plänen und Zeichnungen verdeutlichte der Projektentwickler, dass auf dem Areal großzügige Fußgängerwege, viele Parkplätze – auf denen teilweise auf das Pflanzen von Bäumen verzichtet wird, um so der Kirmes eine Ausweitungsmöglichkeit zu geben – angelegt würden. Eine markante Fassadengestaltung, besonders im Eingangsbereich von der Bahnhofstraße her, und attraktive Geschäfte sollen ebenso Einzug halten wie Gastronomiebetriebe.

Natürlich würde durch Grünflächen, Bäume und Anordnung der Gebäude für Lärmschutz gesorgt. Der Lieferverkehr für die großen Geschäfte werde nicht auf dem Parkplatz, sondern auf einem abgetrennten Bereich durchgeführt. Dietmar Schaadt vom Büro Firu, das für das Gelände das Planungsrecht schafft, fügte hinzu, dass natürlich auch ein Lärmgutachten erstellt werde.

Für die Erschließung zeichnet die Stadt veranwortlich: Die Bahnhofstraße wird an den verlängerten Tannenweg angebunden. Auf diesen trifft dann rechtwinklig die Hagedornstraße, die in einem neuen Verlauf und vorfahrtsberechtigt auf die Frankfurter Straße oberhalb der Eisenbahnbrücke angebunden wird. Etwa 40 Prozent des Verkehrs würde über diese Anbindung laufen, erklärte Franz Helmut Engel, und circa genauso viel über die Bahnhofstraße. Der Rest, so hatte ein Gutachten ergeben, laufe über die Südstraße, die mit einem Kreisverkehr an den Tannenweg und die neue Wohnbebauung angeschlossen werde.

In welchem Zeitrahmen diese Erschließung realisiert werden könne, vermochte der Fachbereichsleiter nicht zu sagen, zumal natürlich auch Versorgungsleitungen verlegt werden müssten. Letztlich soll der Rat aber im Februar den Entwurf und Anfang Mai – also noch vor den Kommunalwahlen – die Satzung für den Bebauungsplan „Bahngelände“ beschließen. Gelinge dies nicht, verstreiche viel Zeit, ehe sich der neue Rat konstituiert und den Beschluss gefasst habe. Bis daher würden aber Ideen, so betonte Michael Garstka, jederzeit gerne entgegen genommen. Auch interessierte Händler können sich melden.

Von Det Ruthmann

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