Bäume an der Nicolai-Kirche werden gefällt

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Einer dreistämmigen Birke rückten Guido Kettling und seine Mitarbeiter am Montag zuerst mit der Motorsäge zu Leibe. Die anderen Bäume werden folgen.

Halver - „Solche großen Bäume gehören eigentlich in den Wald“, sagt Guido Kettling. Seine Firma ist damit beauftragt, die Bäume und ihre Wurzeln an der Nicolai-Kirche zu fällen beziehungsweise zu entfernen.

Der Grund dafür: Bäume und insbesondere ihre Wurzeln gefährden die Mauern des „Runden Ecks“, drücken immer stärker dagegen. Darüber hinaus, so erläutert Kettling, habe man im Zuge der Überprüfung bei einer Kamerafahrt durch den Kanal festgestellt, dass die Wurzeln bereits in die Rohre wachsen. Und bevor der Baum nicht beseitigt sei, lohne es sich nicht, den Kanal zu sanieren, meint der Garten- und Landschaftsbauer.

Darüber hinaus, so weiß der Experte, funktioniere ein Baum mit seinen Blättern wie ein Regenschirm. Was letztlich bedeutet, dass die Nährstoffversorgung, die mit dem Regen in den Boden kommt, direkt unter dem Baum eher schlecht ist. Zumal ein Teil vom Rasen ausgefiltert würde, erklärt Kettling. Im Traufbereich der Bäume an der Nicolai-Kirche kommt dann schon zu einem großen Teil die Mauer, der Gehweg und die Straße.

Aber auch wenn Guido Kettling Sinn und Zweck der Maßnahme kennt und erklären kann, so tut es ihm doch nach eigener Aussage leid um die prächtig gewachsene Buche, die ebenso wie sechs andere große Bäume Opfer der Motorsäge wird. Außerdem werden auch die kleineren Bäume und Büsche verschwinden, so dass dieser kleine Park an der Nicolai-Kirche neu gestaltet werden kann.

Neben der Buche gehören auch Linden, Eiche und Birken - darunter eine dreistämmige, deren Einwirkungspotenzial auf die Mauer besonders groß ist - zu den Bäumen, die jetzt gefällt werden. Die drei Stämme der Birke würden einmal auseinander sprengen, erklärt der Experte, und damit den Druck auf die Mauer deutlich erhöhen, zumal sie auch sehr nahe daran steht. Der Birke rückten Kettling und seine Mitarbeiter gestern zuerst zu Leibe. Dagegen fällt ein Ahorn, der sehr dicht vor dem ehemaligen Apothekerhaus steht, nicht ins Auftragsvolumen - der Baum bleibt stehen. - Von Det Ruthmann

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