B54: SPD fordert Schutz für Fußgänger

HALVER ▪ Die SPD-Fraktion setzt sich für die Sicherheit von Fußgängern ein: In einem Antrag an Bürgermeister Bernd Eicker fordern die Sozialdemokraten den rechten Randbereich der B54 in Fahrtrichtung Kierspe schnellstmöglich mit geeigneten Mitteln zu begradigen. Außerdem solle der Weg zur Fahrbahn hin mit Leitplanken abgesichert werden.

Der Beschlussvorschlag sieht wie folgt aus: „Die Verwaltung wird beauftragt mit den zuständigen Stellen Kontakt aufzunehmen um zu prüfen, ob diese Maßnahme durchführbar ist.“

Bekannt sei, dass eine gefährliche und sehr ernst zu nehmende Verkehrssituation entstanden sei, seitdem ein Teilbereich der Privatstraße „Alter Bahnhof“ im Ortsteil Oberbrügge für den öffentlichen Fußverkehr gesperrt wurde, erklärt Fraktionsvorsitzender Michael Brosch. Die Straße „Alter Bahnhof“ sei von vielen Anwohnern genutzt worden, was durch die Sperrung jetzt nicht mehr möglich sei. In der Ortslage befindet sich eine Aldi-Filiale und eine Wohnsiedlung.

Anwohner müssten nun, um zum Beispiel die Bushaltestellen an der B54/Einmündung Heerstraße oder den Bäcker beziehungsweise Schreibwarenhandel zu erreichen, entweder zweimal die B54 überqueren und den Umweg über die Bergstraße oder den Privatweg „Auf der Volme“ und Heerstraße nehmen.

Das gleiche Wegeproblem stelle sich für die Besucher der Aldi-Filiale aus der anderen Richtung. Beide genannten Umwege würden aber in der Regel nicht genutzt und man sehe häufig Fußgänger, insbesondere Kinder, die an der viel befahrenen B54 entlang gehen. In diesem Bereich befindet sich kein Gehweg, was ein hohes Unfallrisiko in sich berge.

Die Situation würde sich sicherlich zur Winterzeit noch verschärfen, da mit Schneebergen am Rande der Bundesstraße zu rechnen sei und die Fußgänger somit noch weiter auf der Fahrbahn gehen würden.

Nach verschiedenen Telefonaten und Schriftwechsel zwischen dem Ratsmitglied Stefan Marschner und Vertretern von Straßen.NRW würden von dort aus keine grundsätzlichen Hindernisse gesehen, die B54 in der beantragten Form zu sichern.

Brosch: „Da die beschriebene Situation seit vielen Monaten bekannt ist, sich aber an den Realitäten nichts verändert hat, bittet die SPD-Fraktion, den Antrag zu prüfen und nach Möglichkeit zeitnah umzusetzen.“ Klar sei, dass aufgrund der Örtlichkeiten hinter der Leitplanke kurzfristig vermutlich kein DIN-gerechter Gehweg entstehen könne. Die Sozialdemokraten halten die Leitplanke jedoch für ein geeignetes Mittel, um der Gefahrensituation für Fußgänger die Spitze zu nehmen.

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