Gummigeruch und Motorenlärm

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Knapp 300 Zuschauer verfolgten die Kunststücke auf vier und teilweise zwei Rädern. ▪

HALVER ▪ Es roch nach Gummi, qualmte und war laut: Der Parkplatz des Lieder-Baumarkts war am Sonntagnachmittag kein Ort für Zartbesaitete. Dafür aber für Freunde spektakulärer Stunts von Menschen und Maschinen: Das Ensemble von „Dynamit auf Rädern“ hatte an der Märkischen Straße Station gemacht. Und mehr als 300 Zuschauer waren gekommen.

Derzeit tourt das Team aus Thüringen mit seiner Fahrzeugflotte durch ganz Nordrhein-Westfalen. Zuletzt waren die Stuntmänner und -frauen in Kierspe zu sehen, nach Halver geht es jetzt nach Neuenrade und Meinerzhagen. Ein straffes Programm, immer mit hunderten Zuschauern, wie ein Sprecher der Truppe erklärt, „und wenn es richtig gut läuft, haben wir 800 Besucher“. So viele Gäste hätten in Halver ohnehin keinen Platz gefunden, doch zufrieden zeigte sich die Familie Korthoff nach ihrem Gastspiel am Lieder-Markt dennoch. Das Wetter passte und der Halveraner Herbst hielt weniger Leute von einem Besuch ab als zuvor befürchtet worden war.

Und jene, die gekommen waren, bekamen ein Spektakel zu sehen, das nicht nur aufgrund purer Action überzeugte, sondern auch durch defizile fahrerische Höchstleistungen. So demonstrierte Patrick Korthoff nicht nur die Fahrt in Schräglage, sondern auch einen Stillstand auf zwei Rädern – eine Meisterleistung, die ihm in Frankreich bereits die Auszeichnung „goldenes Lenkrad“ eingebracht habe, wie es aus den Lautsprechern tönte. Höhepunkte waren zweifellos auch die 360-Grad-Drehungen oder auch der Auftritt der Nachwuchs-Stuntmen Ricardo und Vincenzo Korthoff: Die fünf- und neunjährigen Stars von morgen erwiesen sich bereits als echte Motorsport-Akrobaten, die überdies den dafür notwendigen Mut mitbringen. Dabei gewährte das Team auch den Zuschauern Einblicke in die Arbeit – und zwar hautnah: Besucher konnten sich für einzelne Kunststücke freiwillig als Beifahrer melden. Ein Vergnügen, das den Adrenalinspiegel sicher nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei den nahen Verwandten ansteigen ließ... Von Frank Zacharias

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