Neuer Heimat-Krimi aus Halver

Gülle-Skandal im Sauerland - Thema in einem neuen Buch

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Viel Lokalkolorit: Auf dem Cover von „Blood op de Suderlande“ ist ein Rinderkopf zu sehen.

Halver - Es hat nicht gut gerochen in jenem heißen Sommer am Rande Halvers. Der säuerlich-beizende Geruch der Import-Gülle kann trotzdem eine überaus inspirierende Wirkung haben.

Mord und Totschlag rund um einen Gülleskandal im schönsten Sauerland mit seinen Ausläufern nach Hagen und Breckerfeld – das ist dem Halveraner Michael Wolf für seinen neuesten Kriminalroman eingefallen. 

460 Seiten, fein gespickt mit Details aus der Region, hat der 54-Jährige zu Papier gebracht, meist in der Nacht, wenn Frau und Kinder schliefen. „Blood op de Suderlande“ lautet der Titel auf platt, „Blut auf dem Sauerland“ auf hochdeutsch, in Papierform erschienen in der vergangenen Woche im Selbstverlag bei Tredition. „Macht das Schreiben süchtig?“, wird Michael Wolf gefragt. Es kommt ein klares Ja. Verdient er damit Geld? „Nein. Das wäre ein Träumchen.“

Zweiter Regional-Krimi 

Im eigentlichen Beruf unterrichtet er junge Juristen. Das Schreiben ist sein Hobby, und der Spaß daran teilt sich dem Leser mit. Özlem Bärenfang und Maximilian Glück heißen seine Hauptfiguren auch im zweiten Fall. Bereits im letzten Jahr ermittelten sie gemeinsam in „Loupius“, und die Sache scheint kein Ende zu nehmen. Zwei weitere Folgen der Regional-Krimis hat Michael Wolf bereits in Arbeit. 

Autor Michael Wolf stellt sein neues Buch vor.

Rückendeckung bekommt er dabei von seiner Frau Julia. Sie übernimmt das Lektorat und – im neuen Werk – auch gleich die Gestaltung des Covers. Ob es einen fertigen Plan gibt, wenn er zu tippen beginnt? Nein. Es gebe einen groben Rahmen, doch dann machten sich die Figuren selbstständig. Das Reizvolle sei eben, die Charaktere zu entwerfen und den Protagonisten Platz zu lassen, sich zu entwickeln. 

Ähnlichkeiten mit realen Personen sind Zufall

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen seien zufällig, niemals beabsichtigt, sagt er. Dass Freunde und Bekannte sich wiedererkennen würden, passiere allerdings durchaus. „Das reicht aber nie aus für eine einstweilige Verfügung“, wirft Julia Wolf ein. Sie dürfte es wissen – die Lektorin ist ebenfalls Juristin. 

„Du willst mir doch nicht erzählen, dass dein kleiner Kotten groß genug ist, um die Gülle von 200 Tieren naturverträglich loszuwerden“, heißt es in einem Gespräch, das Wolf in Breckerfeld verortet hat. Aber eben nicht nur dort, sondern auch in Halver fließen Blut und Gülle. Lokalkolorit, gepfefferte Dialoge und viel Humor – so kommt „Blood op de Suderlande“ bis zum Epilog daher. 

Das Buch ist erhältlich im Buchhandel zum Preis von 16,90 Euro auf Bestellung oder als E-Book für 2,99 Euro. Eine Lesung ist für den Stadtfestsonntag, 8. September, im Foyer des Rathauses geplant, außerdem am 22. September um 17 Uhr in der Tanke an der Thomasstraße.

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