B54 eine Stunde weniger „autofrei“

Die Premiere des „Autofreien Volmetals“ im vergangenen Jahr lockte zahlreiche Menschen aus der gesamten Region an. Am 23. Juni soll die zweite Auflage über die B54 „rollen“ – allerdings eine Stunde kürzer als geplant.

HALVER - Auch bei der zweiten Auflage des „Autofreien Volmetals“ am 23. Juni soll die Sicherheit aller Beteiligten an erster Stelle stehen. Und so haben die Verantwortlichen jetzt entschieden, die Veranstaltung um eine Stunde zu verkürzen. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper erklärte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sich die ursprünglich geplante Freigabe der Bundesstraße 54 für den unmotorisierten Verkehr von 10 bis 18 Uhr aus logistischen Gründen nicht realisieren lässt.

Durch die längere Route bis nach Schalksmühle müssten entsprechend mehr Helfer des Technischen Hilfswerks zur Sperrung eingesetzt werden. Und zwar auch aus anderen Kreisen. Durch die längere Anfahrtszeit ergeben sich aber auch längere Arbeitszeiten - und die will Dienstel-Kümper nicht ausufern lassen. „Die Leute sind lange im Einsatz, fahren morgens los, sammeln sich, bekommen dann ihren Einsatzplan und sind dann bis in den Abend aktiv. Das hätten wir bei der ursprünglichen Planung nur im Zweischicht-Betrieb hinbekommen“, erklärt die Kreisdirektorin. Doch dafür wäre wiederum die doppelte Zahl der ohnehin schon mehr als 100 THW-Helfer notwendig. Nicht zu vergessen alle anderen Organisationen, die an diesem Tag im Einsatz sind. Dazu zählen etwa das Deutsche Rote Kreuz oder der Malteser Hilfsdienst, der für die Verpflegung der Ehrenamtlichen zuständig ist. Durch den um eine Stunde nach hinten verlegten Start des „Autofreien Volmetals“ erhofft sich die für den reibungslosen Ablauf Verantwortliche eine Entzerrung der Dienstzeiten aller Helfer, die ohnehin jeweils eine Stunde mit der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung beschäftigt sind.

Für den motorisierten Verkehr ist die B 54 zwischen Schalksmühle und Meinerzhagen nun also von 10 bis 19 Uhr anstatt von 9 bis 19 Uhr gesperrt. „Damit schneiden wir außerdem die Anwohner nicht so lange ab“, betont Barbara Dienstel-Kümper. So seien mit der Hinzunahme von Schalksmühle nicht nur kleinere Siedlungen von der Sperrung betroffen, sondern auch größere wie die Ortschaft Strücken, in der circa 100 Menschen wohnen. Um sie und alle anderen direkt betroffenen Anlieger umfassend über die Veranstaltungsdetails zu informieren, hat der Märkische Kreis als Veranstalter gestern rund 1600 Briefe verschickt. - Frank Zacharias

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