Da Vinci kommt nach Halver

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Halver - Um Leonardo da Vincis „Maschinen“ dreht sich die nächste große Ausstellung im Regionalmuseum der Stadt Halver in der Villa Wippermann. Vom 25. August bis zum 25. November werden die Exponate an der Frankfurter Straße zu sehen sein.

Die Galerie F aus Kranenburg, die bereits die erfolgreiche Hundertwasser-Ausstellung an gleicher Stelle in Halver gezeigt hat, präsentiert im Herbst diese weitere Attraktion aus ihrem Programm – diesmal aber interaktiv: Die Besucher können selbst Hand anlegen an die Maschinen, die von Studentengruppen nach den originalen Anleitungen nachgebaut wurden. 

Die Idee, die Ausstellung nach Halver zu holen, kam der städtischen Kulturbeauftragten, Inge Zensen, bereits, als sie sie in Radevormwald gesehen hatte. Und bei der Galerie F stieß sie auf offene Türen, weil mal man dort von der Villa als Veranstaltungsort begeistert war. 

„Guides“ führen Gruppen durch Räume 

Vom Verfahren her wird es ähnlich laufen wie beim Hundertwasserprojekt. Geschulte Guides führen Gruppen auf Vereinbarung durch die Ausstellung beziehungsweise besetzen die Kasse. Damit ist sichergestellt, dass Besucher jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner finden. Die Guides werden zuvor geschult und erhalten Material, um sich in die Zeit und das Werk Leonardo Da Vincis einzuarbeiten. Wer sich dafür interessiert, sollte sich an Helene Schölzel, Stadt Halver, Tel. 0 23 53/7 31 45, wenden. 

Berühmt sind Leonardos Gemälde „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“. Seine Leidenschaft galt jedoch seinen wissenschaftlichen und technischen Forschungen. Er hinterließ ein Lebenswerk von über 6000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter viele seiner technischen Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu den Themen: Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräte sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft. Die Ausstellung „Maschinen“ lasse nun die Visionen des Universalgenies lebendig werden“, schreibt die Galerie F in ihrem Katalog zur Ausstellung. 

Maschinen und Maschinenelemente, die Leonard da Vinci erfunden, erweitert oder verbessert hat, werden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle ist interaktiv gestaltet und darf angefasst und ausprobiert werden. 

Die Umsetzung seiner Skizzen erforderte Jahrzehnte sorgfältiger Recherchen und Auswertungen, denn nach Leonardos Tod gingen seine Notizbücher zum Teil verloren oder verschwanden in privaten Sammlungen und Archiven. Etliche Blätter mussten erst wieder aufgefunden und zugeordnet werden, bis alle Details seiner Visionen zusammengefügt waren. Darüber hinaus schrieb Leonardo, aus Angst vor geistigem Diebstahl, seine Aufzeichnungen in Spiegelschrift und baute kleine Fehler in seine Konstruktionen ein. Ergänzend gibt die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.

Info

www.leonardo-ausstellung.de

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